Organspende

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Organspende reformieren und plädiert für eine Widerspruchslösung: Wer demnach zu Lebzeiten nicht schriftlich widerspricht, soll automatisch als Organspender gelten. Finden Sie diese neue Regelung sinnvoll oder sollte weiterhin das Recht der aktiven Zustimmung gelten? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit.

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Widerspruchslösung bei der Organspende: dafür oder dagegen?

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21 Länder in Europa bauen bereits auf die neue Widerspruchslösung. Unter ihnen ist Spanien seit langem Spitzenreiter bei der Organentnahme: Dort kommen fast 47 Organspender auf eine Million Einwohner. In Deutschland sind es bislang nur 11,5 Spender gerechnet auf eine Million Bundesbürger.

Mehrheit der Deutschen pro Organspende, aber nur wenige haben Ausweise

Dabei sehen 84 Prozent der Deutschen die Organ- und Gewebespende positiv, so eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter mehr als 4000 Bundesbürgern. Fakt ist aber, dass nur 36 Prozent der Deutschen auch einen Organspendeausweis besitzen.

Dieser Prozentsatz soll nun deutlich gesteigert werden. So erhofft sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) höhere Spenderzahlen in Deutschland. Denn wer schweigt und nicht aktiv widerspricht, stimmt automatisch einer Organentnahme zu und wird so zum Organspender. Der Deutsche Ethikrat hält dagegen: "Aus ethischer Sicht ist die Widerspruchslösung nicht tragbar", so das Argument. Schließlich könne ein Schweigen nicht automatisch als Zustimmung gewertet werden. Und was sagen Sie?

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 13.01.2020, 5-9 Uhr

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