Ein Mann trägt seine Einkäufe in zwei Plastiktüten.

Die Bunderegierung will Plastiktüten verbieten. Doch löst das unser Umweltproblem? Zu Einkaufstüten, egal ob aus Plastik oder Papier, gibt es viele Fragen. Hier kommt ein kleiner Ratgeber.

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zum hr-fernsehen.de Video Tüten-Tod - Wie Aldi den Gemüsebeutel teuer macht

Viele Lebensmittelmärkte wollen in Zukunft auf den Plastikbeutel verzichten
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Sicher ist in Hinblick auf unseren Tütenverbrauch nur eins: Wir müssen ihn verringern. Auch wenn die Benutzung von Plastiktüten schon zurückgegangen ist, landen immer noch zu viele Einwegtüten auf dem Müll. Denn oft wird die Plastiktüte einfach nur durch eine Papiertüte ersetzt.

Der NABU hat deshalb vier Faustregeln zum Umgang mit Einwegtüten veröffentlicht. Er soll helfen, ressourcenschonend mit den Transportbehältern umzugehen.

  • 1. Einwegtüten vermeiden: Immer eigene Taschen, Rucksäcke und alte Tüten mitnehmen.
  • 2. Wenn doch mal eine Einwegtüte nötig war - egal ob aus Plastik oder Papier: die Tüte so oft wie möglich wieder benutzen.
  • 3. Erst wenn zu dreckig oder kaputt: Plastiktüte als Müllbeutel für den Gelbe-Tonne-Abfall nutzen.
  • 4. Ganz gleich welches Material: Keine Tüten- oder Beutelberge anhäufen. Auch Papiertüten und Baumwollbeutel sind ökologisch nicht besser als Plastiktüten, wenn sie nicht mehrfach genutzt werden.

2017 wurden in Deutschland laut Handelsverband noch 24 Plastiktüten pro Person in Deutschland verbraucht. Das sind knapp zwei Milliarden Einwegtragetaschen. Die Milliarden von dünnen Hygienebeuteln in den Supermärkten für Frischware wie Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst oder Käse wurden dabei nicht mitgezählt. Ausgerechnet sie sollen laut Bundesregierung aber erlaubt bleiben.

Sendung: hr1, hr1 am Nachmittag, 6.9.2019, 15-19 Uhr

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