Feuerschale

Auch an kalten Tagen die Terrasse als zweites Wohnzimmer zu nutzen, liegt im Trend. Für wohlige Gemütlichkeit sorgen Feuerschalen, die in unterschiedlichen Größen und Materialien zu haben sind. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten – falls Sie noch ein heiß begehrtes "Must Have" der Wintersaison 20/21 ergattern.

An kühlen Sommerabenden bei Kerzenschein gemütlich auf der Terrasse zu sitzen, das ist Entspannung pur. Auch im Winter lässt sich diese Atmosphäre zaubern – nur etwas rustikaler, aber ebenso romantisch: Mit einer Feuerschale, warmen Decken, dicken Jacken, Tee oder Glühwein und Stockbrot für die Kinder.

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Tipp: Wie man Grillgeruch los wird

Beim Grillen mit Holzscheiten oder Kohle setzt sich meist ein unangenehmer "Rauch" in der Kleidung fest. Mit diesen Tipps werden Sie ihn wieder los: 5 EL Essigessenz und 1/4 l kaltem Wasser verrühren und die Mischung in eine Sprühflasche füllen. Die Kleidungsstücke auf einen Bügel hängen oder auf ein Wäschegestell legen und rundum mit der Essig-Wasser-Mischung einsprühen, aber nicht durchnässen. Am besten im Freien trocknen lassen. Gegen den typischen Grillduft, der an Haut und Haaren anhaftet, hilft nur eine Dusche mit gründlicher Haarwäsche.

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In diesem Winter sind Feuerschalen gefragt wie nie. Doch sie sind keine Saisonware. Deshalb lohnt die Anschaffung eines soliden, stabilen Modells. Und welches ist das Passende für Ihre Ansprüche? Wir geben keine Kaufempfehlung, haben aber wertvolle Tipps, auf was Sie beim Kauf und bei der Nutzung achten sollten. Denn der Einsatz von offenem Feuer ist nicht immer ungefährlich, auch nicht der Funkenflug beim Verbrennen von Holzscheiten.

Aus welchem Material sind Feuerschalen?

Feuerschalen sind in verschiedenen Materialien zu haben. Es gibt
Feuerschalen aus Metall (Eisen, Stahl, Edelstahl, Gusseisen): Feuerschalen aus Metall haben eine hohe Hitzebeständigkeit. Sie eignen sich für Holzscheite und Grillkohle. Das sorgt zum einen für eine schöne Atmosphäre und das Material eignet sich auch zum Grillen. Diese Modelle sind witterungsbeständig und können auch bei Minusgraden, Schnee und Regen im Freien überwintern. Manche Metalle wie Stahl können allerdings rosten.
Nichtmetall (Ton, Keramik, Terrakotta): Wer seine Feuerschale auch als Deko verwenden möchte, kann zu einem Modell aus Ton, Keramik oder Terrakotta greifen. Diese Modelle sind meist dekorativ gestaltet. Sie sind aber nicht sehr hitzebeständig und dürfen nicht mit Holzkohle betrieben werden. Hier wird Ethanol als Brennstoff eingesetzt. Im Gegensatz zu Feuerschalen aus Metall sollte man Feuerschalen aus Nichtmetall auf keinen Fall im Freien überwintern lassen, da sie anfällig für Nässe und Frost sind.

Welcher Brennstoff eignet sich für welche Feuerschale?

Beim Verbrennen entstehen unterschiedlich hohe Temperaturen, die das Material der Feuerschale aushalten muss: Grundsätzlich eignen sich drei Stoffe zum Entzünden einer Feuerschale: Holz, Holzkohle und Ethanol.

Holz sorgt für Wärme und eine gemütliche Atmosphäre. Durch die langen Holzscheite entsteht echte Lagerfeuerstimmung. Hier kommt allerdings nur eine Feuerschale aus Metall in Frage. Wer seine Feuerschale als Grill nutzen will, sollte Holzkohle verwenden. Holzkohle hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Holzscheiten keine Flammen bildet und nur glüht. Zudem eignen sich die hohen Temperaturen perfekt zum Grillen.

Für eine Feuerschale aus Ton oder Keramik darf nur Ethanol verwendet werden, das bei niedrigen Temperaturen brennt. Außerdem ist es der sicherste Brennstoff.

Welche Größen gibt es?

  • Die Minis (50 bis 60 cm): Für eine schmale Reihenhaus-Terrasse oder einen kleinen Garten bieten sich möglichst kompakte Feuerschalen an. Diese Modelle sind meist klappbar, können so platzsparend gelagert oder auch für ein Picknick transportiert werden. Allerdings bietet eine kleine Feuerschale mit einem Durchmesser bis maximal 60 Zentimetern auch nur ein klein wenig Lagerfeuerromantik. Als Wärmefeuer macht es nur zwei bis höchstens drei Personen Freude. Zur öfteren Nutzung sollte man sich lieber für eine größere Kategorie entscheiden.
  • Die goldene Mitte (50 bis 85 cm): Feuerschalen in dieser Kategorie sind für den täglichen Einsatz die erste Wahl – vor allem in Familienhaushalten. Diese Größenmodelle bieten ausreichend Platz für vier bis sechs Personen und können auch zum (Winter-)Grillen genutzt werden. Je nach Material sind Feuerschalen in dieser Klasse sehr robust und stabil – und dadurch auch einige Kilos schwer. Wer sich beim Kauf unsicher ist, liegt mit einem Modell dieser Größenordnung richtig.
  • Die Riesen (ab 80 cm): Ab einem Durchmesser von 80 Zentimetern bezeichnen viele Hersteller ihre Feuerschalen als "XL-Modell". Modelle dieser Kategorie sorgen für eine beeindruckende Lagerfeuerromantik. Sie sind perfekt für Grill- und Gartenpartys, sie sorgen für ausreichend Licht und Wärme für mindestens zehn Personen. Allerdings benötigt eine XL-Feuerschale auch reichlich Platz - nicht zu nah an Bäumen, Hecken, Gartenmöbel oder anderen brennbaren Bereichen - und möglichst einen festen Standort. Das sollten Sie beim Kauf unbedingt mit bedenken. Modelle dieser Kategorie sind schwer und wiegen um die 20 bis 40 Kilogramm.

Welches Zubehör gibt es?

  • Bodenplatte: Weil die Feuerschale unten geschlossen ist, verzichten viele Nutzer auf den Schutz des Untergrundes. Auch wenn Asche und Glut in der geschlossenen Schale verbleiben, können brennende oder glühende Holzstücke beim Schüren oder Umschichten aus der Schale fallen. Bei einer XL-Feuerschale mit einem Durchmesser einem Meter sollte das nicht unterschätzt werden. Der Abstand zum (Erd-)Boden beträgt bei den meisten Modellen nur bis 45 Zentimeter. Durch den Hitzestau kann es zu Verbrennungen auf Rasenflächen kommen oder zu Verfärbungen auf Steinplatten. Hier hilft eine passende Bodenplatte.
  • Funkenschutz: Bei großen Feuerschalen kann es zu Funkenflug kommen. Das auch vom entsprechenden Brennmaterial, Wetter und Wind abhängig. Zur Sicherheit lohnt die Anschaffung eines Gitters oder eines Deckels nach der Verwendung, wenn die Feuerschale nah an der Terrasse steht.
  • Schürhaken: Zum Aufschichten von Holzscheiten und zum Verteilen des Brennguts lässt sich dieses Utensil verwenden. Denn ein Schürhaken bietet eine sichere und bequeme Möglichkeit, das Feuer zu kontrollieren.
  • Deckel: Eine sinnvolle Anschaffung: Denn die Feuerschale ist sehr heiß und speichert die Hitze lange. Deshalb kann die Schale nicht sofort nach der Nutzung geleert und gereinigt werden. Mit einem Deckel kann auch ein Feuer sofort gelöscht werden und die Feuerschale gefahrlos über Nacht abkühlen.
  • Grillrost: Bei XL-Feuerschalen ist ein passender Grillrost meist nicht im Lieferumfang enthalten. Grillfans behelfen sich am besten mit einem Dreibeinstativ in entsprechender Größe. So hat man gleich einen passablen Grillschwenk. Einige Hersteller bieten passgenaue Grillroste für ihre Feuerschalen an.
  • Grillring: Für den Grillring gilt das gleiche wie für den Grillrost. Er ermöglicht das Grillen im Randbereich der Feuerschale und eignet sich vor allem für empfindliches Grillgut, das die hohen Temperaturen in der Mitte des Feuers nicht verträgt. Hier sollten Sie auf eine perfekte Passgenauigkeit achten – am besten beim Hersteller anfragen.

Wo sind Feuerschalen erlaubt?

Rein rechtlich gesehen gibt es keine genauen Beschränkungen für Feuerschalen. Der Stellplatz sollte möglichst windgeschützt sein, um Funkenflug zu vermeiden. Generell sollte man beim Aufstellen der Schale einen Untergrund wählen, der sehr hitzebeständig ist.

Die Verwendung von Feuerschalen direkt auf dem Balkon oder Terrasse ist nur empfehlenswert, wenn der Boden oder die unmittelbare Umgebung nicht aus Holz oder anderem leicht entzündlichem Material besteht, etwa Bastmatten als Balkongitterabdeckung.

Die Entwicklung von Rauch ist nicht zu verhindern. Deshalb sollten Sie die Feuerstelle möglichst weit entfernt von Ihren Nachbarn postieren, damit diese nicht "eingeräuchert" werden.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 15.1.2021, 9-12 h

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