Bienen im Flug

Als hätten sie nicht schon genug zu tun mit dem Bestäuben von Pflanzen. Jetzt sollen Bienen im Einsatz mit der Polizei auch noch nach Drogen fahnden. Doch wie funktioniert das?

Bienen statt Spürhunde? Ja, das geht, wie eine angehende Polizeikommissarin in ihrer Bachelor-Arbeit herausgefunden hat. Denn der Geruchssinn der Bienen ist so gut, dass sie sogar einzelne Moleküle erkennen. Und das auf mehrere Kilometer Entfernung! Außerdem können Bienen viel länger arbeiten als Spürhunde. Die Vierbeiner brauchen nach 20 Minuten eine Verschnaufpause. Die Bienen schaffen bis zu 48 Stunden - ganze zwei Tage - am Stück.

Fluchtreflex zeigt Drogenduft an

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Und so werden aus Bienen fleißige "Spürnasen": Ein Apparat saugt Luft aus den verdächtigen Gepäckstücken und leitet diese in einen Kasten, in dem die Bienen sind. Die zeigen dann an, ob Drogenmoleküle in der angesaugten Luft enthalten sind. Und zwar, in dem sie versuchen zu fliehen. Weil das in dem Kasten aber nicht geht, strecken sie ihre Stachel hervor, um sich zu wehren.

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Die Bienen werden darauf trainiert, die Drogengerüche als Bedrohung einzustufen. Man setzt sie den Gerüchen aus und versetzt ihnen immer dabei einen minimalen Stromstoß. So lernen sie, mit dem Drogenduft etwas Unangenehmes zu verbinden. Und noch einen Vorteil haben die Insekten im Vergleich zu Hunden: Sie lernen schneller. Während ein Drogenhund über Jahre ausgebildet werden muss, ist das bei Bienen eine Sache von nur wenigen Tagen.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 19.5.2020, 5-9 Uhr

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