Blaualgen
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Bei der derzeitigen Gluthitze lockt der Sprung ins kalte Wasser. Doch das ist in einigen hessischen Badeseen derzeit eher warm und schimmert grünlich: Blaualgen breiten sich aus. In manchen Gewässern wird daher vom Baden abgeraten.

"Wir haben derzeit in sieben bis acht hessischen Seen Probleme mit Cyanobakterien", sagte Wilfried Staudt, im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zuständig für Badeseen. Die oft Blaualgen genannten Cyanobakterien existieren in 2000 Arten, etwa 40 davon erzeugen unter bestimmten Umständen Gift und können Seen verseuchen. Kommt der Mensch mit ihnen in Kontakt, drohen Haut- und Schleimhautreizungen. Schluckt ein Badender belastetes Wasser, kann es zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen.

Blaualgen vermehren sich besonders bei hohen Temperaturen und der Anreicherung des Wassers mit Pflanzennährstoffen wie Phosphor und Stickstoff. Ob das Baden in dem See verboten wird, liegt im Ermessen der lokalen Gesundheitsämter.

Diese Seen sind betroffen

Im Offenbacher Schultheis-Weiher ist das Baden derzeit wegen Blaualgen verboten, im Kasseler Buga-See wird davon abgeraten. Auch unter anderem der Nieder-Mooser-See und der Große Pfordter See im Vogelsberg kämpfen mit den Bakterien. Dort rät das Gesundheitsamt Badenden unter anderem kein Wasser zu schlucken, besonders auf Kinder aufzupassen und nach dem Baden zu duschen. Auch im Wißmarer Badesee wird derzeit vom Baden abgeraten. Im Großen Woog in Darmstadt haben sich Zerkarien, Larven von Saugwürmern, ausgebreitet. Sie können beim Menschen Hautausschlag auslösen.

Für alle anderen Seen gilt: Jenseits von Blaualgen und Wurmlarven ist die Wasserqualität in den hessischen Seen derzeit gut.

Sendung: hr1-Start, 27.7.2018, 9 Uhr

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