Yokoyama: 64
Bild © Atrium Verlag

Japanische Autoren haben sich mittlerweile einen großen Namen in der Literaturszene gemacht. So auch der Journalist und Autor Hideo Yokoyama, der inzwischen als der japanische Stieg Larsson gefeiert. Sein neuer Thriller heißt "64" und ist nun auch in den deutschen Buchhandlungen zu haben.

Zitat
„Es macht Spaß, dieses Buch immer wieder zur Hand zu nehmen.“ Zitat von Nicole Abraham
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Information

Hideo Yokoyama: "64"
Roman, 768 Seiten
Verlag: Atrium Zürich
ISBN: 978-3855350179
Preis: 22 Euro

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1,5 Millionen Leser – so oft hat sich der Roman "64" schon verkauft – können nicht irren. In Japan wurde 64 sogar zum besten Kriminalroman des Jahres gewählt. Für den Autor Yokoyama eine große Auszeichnung, denn stolze zehn Jahre hat er an dem Buch geschrieben, mit ihm Höhen und Tiefen wie einen Herzinfarkt erlebt. Herausgekommen ist ein Stück Zeitgeschichte des modernen Japans.

Darum geht‘s

Es ist das Jahr 1989, als die siebenjährige Tochter eines Konservenfabrikanten in Tokyo entführt wird. Fünf Tage versuchen die Eltern des Mädchens die Forderungen des Entführers zu erfüllen. Dieser entkommt mit dem Lösegeld und kurz darauf wird die Leiche des Mädchens gefunden. Der ungelöste Fall bekommt das Aktenzeichen 64.

Vierzehn Jahre später wird die Tochter des Polizeipressesprechers Mikami vermisst, der durch einen Zufall auf die Akte 64 stößt und von einer Ahnung getrieben wird: Hängen die Fälle zusammen? Gab es Ermittlungsfehler im Fall 64? Findet Mikami seine Tochter? Es wird gefährlich.

Eintauchen in eine fremde Welt

Zuerst mal hab ich mich riesig über ein so schönes und dickes Buch gefreut. Es macht Spaß es immer wieder zur Hand zu nehmen. Die erste Herausforderung sind die vielen Namen, da sie uns nicht so geläufig sind, muss man am Anfang schon oft nachsehen, wer wer ist. Aber das symbolisiert auch die Unübersichtlichkeit des ganzen großen Polizeiapparates, in dem jeder eine Leiche im Keller zu haben scheint und eine große Angst davor, sein Gesicht zu verlieren. Aber man kommt rein - nicht aufgeben!

Dann erleben wir japanische Höflichkeit von der ersten bis zur letzten Seite - was für einen Europäer eher befremdlich wirkt und die Ermittlungen stark einschränkt. Wir tauchen ein in eine Welt der Bürokratie, Korruption, Vertuschung und fremden Gesellschaftsnormen. Für mich wirklich einzigartig.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 21.3.2018, 10 Uhr

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