Fußball als Mannschaftssport zu Corona-Zeiten

Seit heute ist im Zuge der Corona-Lockerungen in Hessen auch wieder Freizeitsport möglich. Doch die Auflagen, unter denen trainiert werden darf, lassen ein vollumfängliches Training kaum zu. Besonders Mannschaftssportarten sind betroffen.

Die hessische Landesregierung erlaubt ab dem 15. Mai den Sportbetrieb in begrenztem Umfang. Wettkämpfe im Freizeit- und Amateurbereich sind aber weiterhin untersagt. Und auch beim Training gibt es große Einschränkungen, denn das ist an strenge Hygieneregeln gekoppelt. Es müssen Mindestabstände eingehalten werden und der Sport muss kontaktlos stattfinden. Umkleidekabinen und Duschen bleiben geschlossen.

Hier kommen die Regeln in Einzelnen.

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Hygieneregeln für den Sportbetrieb

  • Sport muss kontaktfrei ausgeübt werden
  • Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen muss gewährleistet sein.
  • Es müssen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, durchgeführt werden.
  • Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie die Gemeinschaftsräumlichkeiten, mit Ausnahme der Toiletten, bleiben geschlossen.
  • Der Zutritt zur Sportstätte erfolgt unter der Vermeidung von Warteschlangen.
  • Risikogruppen im Sinne der Empfehlung des Robert Koch-Institutes werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt.
  • Zuschauer sind nicht gestattet.
  • Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind zu beachten.
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Wenn das Spielgerät mit der Hand bewegt wird...

Was bei kontaktlosen Sportarten wie Tennis, Leichtathletik oder Gewichtheben, die Einzeln absolviert werden können, noch relativ leicht umzusetzen ist, bringt jeden Mannschaftssportler schon an den Rand des Möglichen. Zwar lassen sich auch dort Trainingseinheiten absolvieren, bei denen die Akteure die Hygieneregeln einhalten. Doch für Sportarten wie Handball, Basketball oder Volleyball, bei denen das Spielgerät mit den Händen bewegt wird, werden die Übungsmöglichkeiten schon geringer. Mit Stufenplänen zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes wollen die Verbände ihre Aktiven deshalb unterstützen.

Die Stufenpläne bzw. Übergangsregeln der einzelnen Sportverbände finden Sie zusammengefasst auf der Seite des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Platzprobleme in den Vereinen?

Doch damit allein lassen sich die Sorgen der Vereine nicht lösen. Denn neben den Hygienevorschriften haben klassische Hallensportarten ein weiteres Problem. Laut Empfehlung sollen sie im Freien trainieren. Doch die Kapazitäten der meisten Sportplätze sind von den Freiluft-Sportarten belegt. Offene Zeitfenster gibt es kaum.

Zudem raten die Verbände davon ab, Fahrgemeinschaften zu bilden, um zum Training zu kommen. Dadurch wird speziell für Kinder und Jugendliche auch die Logistik ein Problem, wenn nicht alle Eltern Zeit haben, ihre Schützlinge zur Sportanlage zu fahren.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 15.5.2020, 5-9 Uhr

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