Reifen

Anfang Oktober: Es wir Zeit, an den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen zu denken. Dabei gibt es jede Menge zu beachten. Wissen Sie über DOT-Nummer, Alpine-Symbol und Mindestprofiltiefen Bescheid?

Von O bis O - von Oktober bis Ostern - lautet die Faustregel für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen. Auch wenn es draußen noch nicht winterlich ist, sollten die Pneus so langsam ausgetauscht werden. Den Zustand Ihrer Reifen nehmen die Monteure dabei gleich mit unter die Lupe.

Worauf Sie selbst bei Ihren Autoreifen achten können und woran Sie unbedingt denken sollten - dafür haben wir hier ein paar Tipps.

Winterreifen:

So sieht das Alpine Symbol von Winterreifen aus

Seit 1. Juni 2017 müssen neue Winterreifen mit dem sogenannten Alpine-Symbol - einem Berg mit einer Schneeflocke - gekennzeichnet sein. Es ist das neue Qualitätssiegel für Winterreifen. Reifen mit der Kennzeichnung "M+S" dürfen noch bis 30. September 2024 verwendet werden.

DOT-Nummer:

Die DOT-Nummer an einem Autoreifen

An der DOT-Nummer erkennen Sie das Alter eines Reifens. Hierbei handelt es sich um eine vierstellige Zahl, die auf der Reifenflanke zu finden ist. Sie gibt die Kalenderwoche und das Jahr an, in dem der Reifen hergestellt wurde. So bedeutet die Zahl "2113" (siehe Bild), dass der Pneu in der 21. Kalenderwoche des Jahres 2013 produziert wurde. Die anderen Buchstaben sind Teil der vom DOT (Department of Transportation) definierten Reifen-Identifikationsnummer. Aus ihnen lässt sich unter anderem das Herstellungswerk ablesen.

Die Lebenserwartung eines Reifens bei normaler Nutzung liegt bei fünf bis sechs Jahren. Wird der Reifen nur wenig gefahren, kann er bis zu zehn Jahre benutzt werden. In diesem Falle sollte er aber regelmäßig auf Schäden überprüft werden.

Mindestprofiltiefe:

Reifenprofil mit Euromünze prüfen.

Ob Sommer- oder Winterreifen - in Deutschland fordert der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Fachleute empfehlen speziell bei Winterreifen ein mindestens 3,0 Millimeter tiefes Profil.

Kleiner Tipp: Wenn Sie keinen Profilmesser zur Hand haben, können Sie die Profiltiefe auch mittels einer 1-Euro-Münze prüfen. Wenn der kupferne Rand des Geldstücks ganz in der Profilrille verschwindet, ist das Profil noch etwa 3 Millimeter tief.

Reifendruck:

Reifendruck überprüfen

Der Reifendruck hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Reifenverschleiß. Ist er zu niedrig erhöht sich der Abrieb, weil die Auflagefläche größer ist. Auch Schäden im Inneren des Pneus können die Folge sein.

Ist er zu hoch, berührt nur die Mitte der Lauffläche die Fahrbahn, was zu einer ungleichmäßigen Abnutzung führt. Bis zu 0,2 bar mehr Luftdruck sind jedoch unproblematisch.

Davon abgesehen wirkt sich ein falscher Reifendruck - egal ob zu niedrig oder zu hoch - negativ auf das Fahrverhalten und die Sicherheit aus. ADAC und Reifenhersteller empfehlen, den Luftdruck alle zwei bis vier Wochen zu kontrollieren. Gemessen wird am kalten Pneu. Auch der Reservereifen sollte regelmäßig auf seinen korrekten Luftdruck kontrolliert werden. Laut Einschätzung der Pannendienste sind 80 Prozent aller Ersatzreifen nicht einsatzbereit, weil sie nicht aufgepumpt sind.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 08.10.2019, 5 - 9 Uhr

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