Datenklau im sozialen Netzwerk
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Die jüngste Veröffentlichung von privaten Daten von Politikern und Prominenten zeigt, wie wichtig Datenschutz vor allem in sozialen Netzwerken ist. Wir haben hier einige Tipps zusammengestellt, wie Sie sich und Ihre Daten im Netz besser schützen können.

Social Media Webseiten

Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn. Auf jeder dieser sozialen Netzwerkseiten kann man die unterschiedlichsten privaten Informationen preisgeben. Ob zum Beruf oder zum Privatleben, alles kann man mit der Onlinewelt teilen. Mit der richtige Datenschutzeinstellung können Sie entscheiden, wer die privaten Daten einsehen darf. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, sich vor Datenklau zu schützen. Wir haben für Sie die Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informatiostechnik (BSI) zusammengestellt.

Datensparsamkeit

Zurückhaltung mit den eigenen Daten ist hier das oberste Gebot. Denn nicht jede Information muss zwangsläufig geteilt werden. Fragen Sie sich am besten, ob Sie wirklich wollen, dass alle Mitglieder ihres Netzwerks diese Informationen von Ihnen erfahren. Bedenken Sie dabei, dass auch Arbeitgeber, Personalrekruter oder auch Vermieter online recherchieren und auf diese Informationen stoßen könnten. Außerdem könnten Kriminelle Daten wie Ihre Urlaubspläne beispielsweise dazu nutzen, in Ihrer Abwesenheit bei Ihnen einzubrechen.

Sicherheitseinstellungen

Wie bereits erwähnt sind die Sicherheitseinstellungen der jeweiligen sozialen Netzwerke besonders wichtig, wenn es darum geht, wer auf welche Information zugreifen kann. Jede Netzwerkseite hat hier eigene Einstellungsmöglichkeiten und Richtlinien. Wenn Sie ein neues Profil erstellen, ist oft voreingestellt, dass jeder Ihre privaten Daten sehen kann. Deshalb ist es wichtig, sofort die Sicherheitseinstellungen anzupassen.

Passwörter

Auch wenn es mühsam ist, aber Ihr Passwort sollte für jede Webseite ein anderes sein. Außerdem sollten Sie Ihre Passwörter häufig ändern. Das kann zu einem wahren Dschungel an Passwörtern führen. Dagegen kann ein Passwortmanager helfen. Ein Programm, das dabei hilft, die vielen Passwörter zu verwalten. Weitere Tipps zum richtigen Passwortmanager und sicheren Passwörtern hat das BSI zusammengestellt.

Nutzungsrechte

In ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen müssen die Betreiber der sozialen Netzwerke angeben, welche Daten sie von Ihnen nutzen und weiterverbreiten. Auch hier lohnt sich ein Blick, bevor ein Benutzerkonto erstellt wird. Einige Anbieter sichern sich beispielsweise Rechte an Ihren Fotos und anderen privaten Daten und können diese beispielsweise an Dritte weitergeben.

Kontaktanfragen

Seien Sie auf der Hut vor falschen Freunden. Nicht hinter jeder Kontaktanfrage verbirgt sich eine wohlmeinende Bekanntschaft. Kriminelle nutzen Accounts, um private Daten von Nutzern zu sammeln und weiterzuverkaufen. Unseriöse Profile am besten direkt dem Webseitenbetreiber melden. Falls Sie eine zweifelhafte Nachricht von einem Onlinefreund erhalten, überprüfen Sie auf einem anderen Weg, ob die Nachricht wirklich von diesem verschickt wurde. Denn vermehrt werden Accounts mit unsicheren Passwörtern gehackt und auf diese Weise Mails mit beispielsweise Werbung oder Viren verschickt.

Links und Weiterleitungen

Vorsicht vor Links. Diese können auf gefälschte Webseiten führen. Diese sehen den sozialen Netzwerkseiten täuschend ähnlich. Geben Sie aber Ihre Nutzerdaten ein, können diese von Kriminellen genutzt werden, um sich in ihr Konto einzuloggen. Überprüfen Sie daher bei Links immer die URL in ihrem Browser.

Erste Hilfe bei Datenklau und Identitätsdiebstahl

Falls alle Sicherheitsvorkehrungen nichts genutzt haben und Sie Opfer von Datenklau wurden, ändern Sie umgehend Ihr Passwort und informieren Sie den Webseitenbetreiber. Außerdem können Sie sich beispielsweise an die Experten der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet wenden.

Sendung: hr1, hr1 am Mittag, 4.1.2019, 12 Uhr

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