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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found hr1-Redakteur Reinhard Spiegelhauer über Deepfakes

Fake-Video von Mark Zuckerberg

Ein sogenanntes Deepfake-Video, das auf Instagram hochgeladen wurde, zeigt Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der mit der Kontrolle von Milliarden "gestohlener" Daten prahlt. Bei uns können Sie sich das Video ansehen und wir zeigen Ihnen weitere kuriose Deepfake-Videos von anderen Prominenten.

Bei dem Beitrag geht es um ein sogenanntes Deepfake-Video, für das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz täuschend echte Bilder erzeugt wurden. Geteilt hat es der britische Künstler Bill Posters im Rahmen seines Projekts Spectre über den gefährlichen Einfluss neuer Technologien und sozialer Netzwerke im Internet.

In diesem Beitrag von SWR3 können Sie sich das Deepfake-Video von Mark Zuckerberg ansehen:

"Ein Mann mit totaler Kontrolle über Milliarden gestohlener Daten"

So sagt Zuckerberg in dem gefälschten Video: "Stellt euch das eine Sekunde lang vor: Ein Mann mit totaler Kontrolle über Milliarden gestohlener Daten über Menschen, alle ihre Geheimnisse, ihre Leben, ihre Zukunft." Weiter sagt er: "Ich verdanke das alles Spectre. Spectre zeigte mir, das der die Zukunft kontrolliert, der die Daten kontrolliert."

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Was genau ist Deepfake?

Bei Deepfake-Videos wird das Gesicht einer Person auf eine andere Person übertragen. Man nennt das "Face Swapping". Dabei kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Eine Software tauscht nicht nur das Gesicht, sie passt auch den Gesichtsausdruck an. Möglich ist das mithilfe von maschinellem Lernen. Ein Algorithmus wird mit Videos von beispielsweise prominenten Personen gefüttert und trainiert, bis der deren Stimmen und Mimik quasi gelernt hat. Das eigentlich neue an Deepfake ist die qualitativ bessere Technologie, die für alle zugänglich ist.

Das große Problem: Per Deepfake-Videos lassen sich ganz leicht Fake News an ein Millionenpublikum verbreiten.

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Der Künstler machte durch die Verwendung des Hashtags #deepfake deutlich, dass es sich um eine Fälschung handelt. Posters plant zusammen mit dem Künstler Daniel Howe und Startups aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz weitere Videos zu Prominenten herausbringen, darunter US-Präsident Donald Trump und US-Reality-Star Kim Kardashian.

Facebook weigerte sich, manipuliertes Video zu löschen

Facebook war im vergangenen Jahr von einer Serie von Skandalen erschüttert worden. Unter anderen kam heraus, dass die Daten von rund 87 Millionen Nutzern bei der Datenanalysefirma Cambridge Analytica gelandet waren. Im Herbst hatten Hacker eine Sicherheitslücke bei Facebook ausgenutzt, um sich Zugang zu 29 Millionen Nutzerkonten zu verschaffen.

Facebook hatte sich zuletzt geweigert, ein manipuliertes und als solches jedoch nicht gekennzeichnetes Video aus dem Dienst zu nehmen, das die US-Abgeordnetenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi zeigt. Pelosi wirkte in dem absichtlich verlangsamten Video betrunken. Die Politikerin forderte Facebook auf, es zu löschen. Facebook entgegnete lediglich, es sei als Fälschung markiert und rutsche daher im Angebot immer weiter nach unten. Instagram gehört zu Facebook.

Viele Deepfake-Videos kursieren im Netz

In den vergangenen Jahren entstanden im Netz mehrere solcher Deepfake-Videos. Wir haben Ihnen eine Auswahl der besten Clips zusammengestellt.

Der frühere US-Präsident Barack Obama macht den Anfang:

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Oder ein Deepfake-Video von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach einigen Sekunden mit dem Gesicht von US-Präsident Donald Trump weiterspricht:

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Sendung: hr1, hr1 am Mittag, 13.06.2019, 12-15 Uhr

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