Adi Hütter bei hr1

Spätestens seit Sommer 2018 ist Fußballtrainer Adi Hütter in Hessen bekannt wie ein Popstar: Der Österreicher übernahm Eintracht Frankfurt und erreichte mit den Adlern prompt das Europa-League-Halbfinale. Neben dem sportlichen Erfolg interessiert sich hr1 aber vor allem für den Menschen, der hinter dem Coach steckt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Adi Hütter im hr1-Interview: "Mir gefallen die Menschen in Hessen"

Adi Hütter
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Der 48-Jährige ist ein eher introvertierter, zurückhaltender Mensch, der nicht gerne im Rampenlicht steht. Auch im Umgang mit den Spielern wird ihm nachgesagt, ruhig und besonnen zu reagieren, wenn es mal nicht so läuft. Großes Geschrei hört man selten in der Kabine der Eintracht, das ist nicht seine Art.

"Fühle mich rundum wohl in Hessen"

Adi Hütter mit Simone Reuthal

Zu Beginn seiner Frankfurter Zeit genoss es der Fußballtrainer sehr, nicht erkannt zu werden. Heute muss er bei jedem Restaurantbesuch in Hessen etliche Selfies mit Fans und Anhängern machen.

Dennoch fühle er sich "rundum wohl in Hessen" und sei "sehr glücklich" über seine Entscheidung, als Trainer in Frankfurt arbeiten zu dürfen, wie er im Interview mit hr1-Moderatorin Simone Reuthal preisgibt.

Adi Hütter ist ein absoluter Genussmensch

Privat ist Adi Hütter ein absoluter Genussmensch: Der sympathische Vorarlberger trinkt gerne guten Rotwein, geht oft auswärts essen und spielt in seiner Freizeit gerne Golf. Auch die hessische Küche mag er sehr: "Handkäse mit Musik schmeckt mir genauso wie der Äppler, der mich an den österreichischen Most erinnert", so Hütter weiter.

Musikalisch ist Hütter eng mit den 80ern verbunden. "'Another brick in the wall' von Pink Floyd und 'Runaway' von Bon Jovi sind meine absoluten Lieblingstitel", verrät er uns.

Hütter gilt als unpolitischer Mensch, der sich eher zurückzieht, als große Reden zu schwingen. In seiner österreichischen Wohnung sieht man daher auch nicht, dass ein erfolgreicher Fußballtrainer dort wohnt. Hütter lebt dort wie ein ganz normaler Bürger - ganz ohne Protz und Prunk.

Er mag seinen Vornamen überhaupt nicht

Zudem hätte sich der Österreicher liebend gerne einen anderen Vornamen gewünscht. 1970 wird er als Adolf Hütter in Hohenems/Vorarlberg geboren - und sein Vorname weckt negative Assoziationen. Freunde, Familie und Spieler nennen ihn daher bis heute nur Adi.

Die Namensgebung geht auf ein Familienunglück zurück: Sein Onkel, der Adolf hieß, verunglückte mit 27 Jahren tödlich. Hütters Oma, die gleichzeitig Taufpatin des heutigen Trainers ist, warb für den Vornamen und überzeugte letztendlich auch seine Eltern, die ihn eigentlich anders nennen wollten.

Hütter hat das "Sieger-Gen"

Dass Hütter das "Sieger-Gen" in sich trägt, hat er oft genug bewiesen. Während seiner aktiven Laufbahn als Profi-Fußballer gewann der gelernte Mittelfeldspieler mit Austria Salzburg dreimal den Meistertitel und den Supercup in Österreichs höchster Liga. Auch für die Nationalmannschaft lief der Weitschuss-Experte insgesamt 14 Mal auf und erzielte drei Tore.

Aufgrund von Verletzungen musste er 2007 die Stiefel an den Nagel hängen und startete seine Trainerlaufbahn. Nach Stationen in Salzburg und Altach führte Adi Hütter den SV Grödig zurück in die erste Liga und wurde anschließend mit dem FC Red Bull Salzburg sowie dem Schweizer Klub Young Boys Bern jeweils Meister. Im Sommer 2018 heuerte er beim deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt an und beendete seine erste Saison in Deutschland auf Rang sieben - ein starkes Ergebnis.

In der Europa League stieß der erfahrene Übungsleiter in der vergangenen Saison mit Eintracht Frankfurt bis ins Halbfinale vor, sein Team scheiterte erst im Elfmeterschießen am FC Chelsea. In der aktuellen Saison steht er mit den Adlern auf Platz neun.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 17.09.2019, 5 - 9 Uhr

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