Raststaette
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Eigentlich hat man alles eingepackt, aber auf der Hälfte der Reise ist die Verpflegung schon leer. Also: Nichts wie ran, an die Autobahn-Raststätte. Dort muss man sich aber auf saftige Preise einstellen. Wie hoch die Preisunterschiede wirklich sind, zeigt unser Test.

Eigentlich wissen wir es alle: Nur ein kleiner Snack und eine Flasche Cola an der Raststätte und schon ist man ein kleines Vermögen los. Trotzdem: Immer wieder locken uns die Raststätten von der Autobahn runter. Und wir gehen oft selbst bei deutlich erhöhten Preisen mit. hr1 hat die Preise einer Autobahn-Raststätte mit denen eines Supermarktes verglichen.

Teure Getränke

Wir haben unser Reporter Carsten Gohlke mit dieser Einkaufsliste losgeschickt: eine Flasche Mineralwasser, eine Flasche Cola, eine Dose Energy Drink, eine Dose Erdnüsse, eine Packung Kekse, eine Tüte Gummibärchenund eine Mini-Salami. Er kaufte diese Waren - allesamt Markenprodukte - an der Autobahnraststätte Hasselberg West an der A7 und in einem Rewe-Markt in Kassel.

Am deutlichsten ist die Preissteigerung bei Cola. 2,90 Euro kostet die Flasche an der Raststätte mehr. Beim Wasser sind es 2,70 Euro mehr. Am geringsten ist der Preisunterschied bei der Mini-Salami ausgefallen. Hier liegt der Unterschied bei "nur" 1,10 Euro. Den direkten Vergleich der Preise finden Sie in unserer Übersicht.

Weitere Informationen

Der direkte Vergleich: Raststätte vs. Supermarkt

  • 1 Liter Mineralwasser (ohne Pfand): Raststätte 3,49 / Supermarkt 0,79
  • 1 Liter Cola Zero (ohne Pfand): Raststätte 3,89 / Supermarkt 0,99
  • 0,25 Liter Energy Drink (ohne Pfand): Raststätte 3,79 / Supermarkt 1,69
  • Dose Erdnüsse: Raststätte 3,99 / Supermarkt 1,99
  • Packung Kekse: Raststätte 3,79 / Supermarkt 0,99
  • Tüte Gummibären: Raststätte 2,79 / Supermarkt 0,95
  • Mini-Salami: Raststätte 1,79 / Supermarkt 0,69
  • Gesamter Einkauf (inkl. Pfand): Raststätte 24,18 / Supermarkt 8,74
Ende der weiteren Informationen
Einkaufsquittungen von Raststätte und Supermarkt
Die Quittungen unserer Einkäufe von Raststätte und Supermarkt. Bild © hr

Für die höheren Preise liefern Raststättenbetreiber auch Gründe. "Wir bieten allen Reisenden einen umfassenden Service an 365 Tagen im Jahr und in der Regel rund um die Uhr", sagte eine Sprecherin des Raststättenbetreibers "Tank & Rast" zu hr1. Das heißt: Höhere Personal- und Betriebskosten, als bei Supermärkten, deren Öffnungszeiten begrenzt sind. Die Kosten für das 24-Stunden-Angebot werden also an die Kunden weitergegeben. "Wir bieten hochwertige Produkte zu angemessenen Preisen. Anderslautende Aussagen sind falsch", versucht "Tank & Rast" jegliche Preisdiskussionen im Keim zu ersticken.

Unser Tipp: Versorgen Sie sich vor Reiseantritt im Supermarkt mit allem, was Sie für die Reise benötigen. Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.

Das Verbrauchermagazin "Mex" hat im Juni ebenfalls die Preise an Raststätten untersucht. Hier können Sie den Beitrag noch einmal sehen: Teure Reise – Wie die Fahrt in den Urlaub günstig bleibt.

Sendung: hr1, hr1-Start, 1. August 2018, 6 Uhr

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