Sparen

Wie spart man heutzutage eigentlich am besten? Wir haben mit jemandem gesprochen, der sich auskennt mit Anlagen und Rücklagen, mit Investieren und Spekulieren.

"Der Hauptsinn vom Sparen ist, dass in Notsituationen nicht alles gleich die Wupper runter geht", meint Finanzexperte und Wirtschaftsjournalist Hermann-Josef Tenhagen vom Ratgeber-Magazin Finanztip. Wer sein Konto am Limit hält und auf einmal große Rechnungen vor sich hat, landet schnell im Dispo und "der kostet gleich 10 Prozent Zinsen", so Tenhagen. Sparen ist also kein Selbstzweck - wer es richtig machen will, darf aber nicht nur auf Absicherung achten.

Sparen ist gut, anlegen noch besser

2.000 Milliarden Euro liegen in Deutschland auf Tagesgeldkonten, sind also jederzeit abrufbar und werfen kaum Zinsen ab. "Unsinn", sagt Tenhagen, der nur Rücklagen "so geparkt" sehen will - maximal drei Monatsgehälter. Alles, was kein Notgroschen ist, sollte angelegt werden. Er empfiehlt Festgeldkonten mit mindestens zwei Jahren Laufzeit, die bis zu 1,2 Prozent Zinsen abwerfen können. Noch besser seien Investitionen etwa in eine Immobilie zum Eigenbedarf, oder in Aktienindexfonds mit zehn bis 15 Jahren Laufzeit. "Über die lange Sicht hat das in den letzten 50 Jahren immer geholfen, im Schnitt sogar acht Prozent."

Vergleichen und wechseln

Der Sparplan des Finanzkenners sieht einfach aus: "Das fängt damit an, dass man seinen Stromanbieter wechselt, den Gasanbieter wechselt, die Handytarife kontrolliert und die KFZ-Versicherung nochmal anfasst. Dann hat man den ersten Tausender für's erste Jahr schon in der Tasche." Überblickt man die eigenen Ausgaben möglichst genau und erkennt, wo Optimierungen möglich sind "dann bleibt am Ende vom Monat noch Geld übrig, statt dass am Ende des Geldes noch ein Monat übrig ist.", philosophiert Tenhagen. Weitere Ratschläge rund um Ihr Geld geben er und sein Team auf finanztip.de.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 30. Oktober 2018, 9 Uhr

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