Ein Paar fährt mit Pedelecs durch die Natur.

Das Geschäft mit Fahrrädern hat in Zeiten von Corona einen wahren Boom erlebt. Und Fahrradfahren ist nach wie vor sehr beliebt, denn der Kaufrausch hält weiter an. Was es an neuen Fahrrad-Trends gibt und was moderne E-Bikes schon können, erfahren Sie hier.

Pedelecs und E-Bikes werden immer mehr. Fast fünf Millionen dieser Electro-Bikes gibt es schon in Deutschland. Tendenz stark steigend. Gleiches gilt für Lastenräder und Gravelbikes.

E-Bikes

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found hr1-Fahrrad-Experte Markus Schmitz über die neuesten Bike-Trends

Mountainbike
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Die Auswahl und die Machart dieser Räderhaben sich verändert. Es gibt sie als Trekkingrad, Beachcruiser, Liegerad oder Sportrad. Und natürlich als Mountainbike. Der Vorteil: Obwohl man natürlich auch in die Pedale treten muss, macht man mit so einem E-Rennrad oder Mountainbike ein ganz anderes Tempo und schafft längere Distanzen. Mit denen kommt man jeden Berg hoch, auch wenn sie schwerer als herkömmliche Räder sind.

Denn auch beim Gewicht der E-Bikes hat sich einiges getan. Die Akkus und Motoren werden immer kleiner, leistungsfähiger und leichter. Das verändert auch das Aussehen und man braucht nicht mehr zwingend so einen Batteriekasten auf dem Gepäckträger oder einen dicken Unterrohrrahmen, in dem die Akkus verbaut sind. Das macht die Räder optisch attraktiver. Man sieht den Fahrrädern immer weniger an, dass sie Motor und Akku tragen.

Außerdem kann man manche E-Bikes sogar mit dem Handy steuern. Oder entriegeln, zum Beispiel per Fingerabdruck. GPS-Ortung und Diebstahlschutz sind schon fast Standard. Es gibt sogar schon eine Gesichtserkennung. Das Bike entriegelt das Schloss nur, wenn man draufsitzt. Oder es blinkt automatisch links, wenn man nach links guckt. Es gibt Abstandsmesser, die vor Fahrzeugen im toten Winkel warnen. Dann vibriert der Lenker. Das alles macht das Radfahren auch sicherer.

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Unterschied Pedelec / E-Bike

Die Mehrheit aller angebotenen Elektro-Fahrräder sind eigentlich Pedelecs. Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer etwas mithilft und in die Pedale tritt. Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig. E-Bikes hingegen fahren per Knopfdruck - auch ohne Pedalunterstützung. Dieses System ist ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig. Deshalb werden E-Bikes eher selten angeboten. Pedelecs haben somit den Vorteil, dass der Fahrer selbst entscheiden kann, wie viel Unterstützung er beim Radeln braucht. Wer ganz auf die Motorunterstützung verzichten will, kann sie ausschalten und herkömmlich Rad fahren.

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Lastenbikes

Sie werden vor allem von jungen Familien als Autoersatz genutzt, um die Kinder oder die Einkäufe zu transportieren. Die eingebauten Transportboxen haben zum Teil ergonomische Einzelsitze mit Fünf-Punkt-Sicherheitsgurten sowie Innenwände mit Seitenaufprallschutz. Und je nachdem was man transportieren möchtet, ob Kinder, Tiere oder Waren, kann diese Box angepasst werden. Das hat aber seinen Preis. Ab 4.000 Euro geht's los, nach oben hin offen. Aber diese Räder verkaufen sich trotzdem super, weil sie auch eine Art Statussymbol geworden sind. Als umweltfreundlicher SUV-Ersatz.

Gravelbikes

Gravel ist Englisch heißt Schotter und dafür sind diese Bikes gemacht. Es sind Rennräder, mit denen man auch mal Feld und Waldwege fahren kannt, ohne sich gleich einen Platten zu holen. Die Gravelbikes sehen zwar aus wie Rennräder. Aber die Rahmengeometrie ist anders. Man sitzt aufrechter. Rahmen und Gabeln sind stabiler und breiter. Und man kann damit auch breitere Reifen fahren. Das macht es komfortabler und pannensicherer.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 28.7.2020, 9-12 Uhr

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