App-Entwickler Philipp Stollenmayer
Bild © Philipp Stollenmayer /Collage: hr1

Rund 34 Millionen Deutsche daddeln mit Smartphone, PC und Co. Die besten Spiele werden beim Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet. Im Berliner Admiralspalast werden am 9. April Preise in 14 Kategorien vergeben. Philipp Stollenmayer aus Riedstadt ist gleich mit zwei seiner Apps nominiert.

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Philipp Stollenmayer sieht nicht aus wie der typische Programmierer. Der App-Entwickler mit der trendigen Frisur kommt aus dem südhessischen Riedstadt und ist Chef der Ein-Mann-Firma "kamibox". Über 15 Millionen Downloads zählen seine Apps. Genug, um gut davon zu leben. Mit zwei seiner Apps wurde er in fünf Kategorien beim Deutschen Computerspielpreis nominiert.

Schlüsselfigur Mama

Unabdingbares Asset für Philipp Stollenmayer ist seine Mutter. "Sie ist immer die erste Person, die ein neues Spiel zu sehen kriegt. Ich sehe meine Spiele sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Da habe ich einfach überhaupt kein Gefühl mehr dafür, wie es für jemanden aussieht, der es zum ersten Mal in der Hand hält." An ihrer Reaktion erkenne er,wo die Schwachstellen seiner Spiele liegen, verrät der Entwickler im Interview.

Pfannkuchen, Kühe oder Schinken: Hauptsache einfach

Seine Spiele müssen vor allem eines sein: simpel. Und das gleich in zweierlei Hinsicht. Einerseits soll man sie mit einer Hand spielen können. Andererseits müssten vor allem die ersten Level einfach sein, gestand er der Webseite App Disciple. So drehten sich auch die ersten Spiele hauptsächlich darum, Dinge wie Pfannkuchen, Kühe oder Schinken möglichst gekonnt herumzuwerfen. Seine beim Deutschen Computerspielpreis nominierten Spiele fallen hier etwas aus der Reihe:

Spiel "supertype"

Dieses Spiel bezeichnet der Entwickler als ein Physik Puzzle. Buchstaben sind hier keine Buchstaben mehr, sondern Objekte mit ihrem ganz eigenen physikalischen Bewegungsverhalten. Das muss sich der Spieler zunutze machen. Und auch der Soundtrack des Spiels ist kein gewöhnlicher, denn jeder Buchstabe gibt beim Fall einen anderen Klang ab. So entsteht eine Art "Impro-Jazz-Hintergrundgedudel", das mit steigender Buchstabenanzahl zu einem mehrstimmigen Konzert anwächst. Die App ist beim Deutschen Computerspielpreis in vier Kategorien nominiert, unter anderem für den Preis "Bestes Deutsches Spiel".

Spiel "see/saw"

In see/saw muss man sich opfern, um zu gewinnen. Ziel ist es, alle Münzen einzusammeln. In einem Level klappt das nur, indem man sich von einer Rakete treffen und in die andere Spielfeldhälfte katapultieren lässt. Aus der Reihe fällt auch die Steuerung des Spiels. Denn anstatt mit dem Fingern zu wischen oder zu tippen, kippt und dreht man das das Handy und das Spiel ändert die Richtung. Mit dem Spiel ist der Entwickler im Rennen um die Auszeichnung „Bestes Mobile Game“ beim Deutschen Computerspielpreis.

Sendung: hr1, hr1 Koschwitz an Morgen, 8.4.2019, 5 Uhr

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