Video

zum Video "Das geht schon ab!": hr1-Moderatorin Simone Reuthal testet einen E-Scooter

Die Länderkammer stimmte am Freitag einer Verordnung des Bundesverkehrsministeriums zu. Allerdings hat sich bei der Altersfreigabe etwas geändert. hr1-Moderatorin Simone Reuthal hat einen der Flitzer getestet.

Die Roller sollen - unabhängig von der Geschwindigkeit - generell erst für Jugendliche ab 14 Jahren erlaubt werden. Entgegen der ursprünglichen Pläne sollen auch keine E-Tretroller auf Gehwegen fahren, sondern grundsätzlich auf Radwegen. Die Bundesregierung will in diesen beiden wichtigen Punkten auf Sicherheitsbedenken der Länder eingehen.

Zulassung soll im Sommer kommen

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) strebt eine Zulassung der E-Tretroller noch im Sommer an. Sie sollen neue Mobilitätsangebote vor allem in Städten schaffen - zum Beispiel von einer Bushaltestelle weiter nach Hause oder ins Büro. In mehreren deutschen Städten machen sich Leihanbieter für einen Start bereit.

Zugelassen werden sollen E-Tretroller, die höchstens 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Eine Helmpflicht soll es nicht geben, auch einen Moped-Führerschein brauchen Fahrer nicht. Anders als Fahrräder sollen die neuen E-Scooter außerdem versicherungspflichtig sein.

Diese Strafen drohen beim E-Scooter-Fahren vor der offiziellen Zulassung

Wer jetzt schon mit einem E-Scooter unterwegs ist und von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 70 Euro rechnen. Auch zur Beschlagnahmung des Rollers kann es kommen, da die Polizei den E-Scooter als nicht zugelassenes Fahrzeug einstuft. Wer noch dazu auf der Straße fährt, aber keinen Führerschein besitzt, könnte zusätzlich Ärger wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis bekommen. Wer den Führerschein hat, kassiert neben dem Bußgeld auch noch einen Punkt in Flensburg.

Weitere Informationen

Bedingungen für eine Straßenzulassung:

  • zwei Bremsen (unabhängig steuerbar)
  • zwei Blinker
  • Vorder- und Rücklicht
  • gültiges Versicherungskennzeichen
  • Mindestalter: 14 Jahre
  • max. 20 km/h schnell
  • Hupe oder Klingel
Ende der weiteren Informationen

Vorteile der E-Scooter: praktisch, leicht, emissionsfrei

Die Vorteile der handlichen E-Scooter liegen auf der Hand: Sie wiegen nicht viel, machen keinen Lärm, stoßen keine Abgase oder andere Emissionen aus und lassen sich im Handumdrehen im Rucksack verstauen. Ein Parkplatz wird also auch nicht benötigt. Zudem sind sie so gut wie wartungsfrei.

Nachteile: die Reifengröße

Die geringe Reifengröße ist allerdings ein entscheidender Nachteil. Sie spielt eine maßgebliche Rolle beim Fahrkomfort und der Straßenlage: besonders gefährlich sind Fahrten durch Schlaglöcher und über Bordsteinkanten. Zudem kommen die kleinen Reifen nur schwer über Stock und Stein, bei größeren Ästen können sie blockieren und einen Sturz verursachen.

Größere Reifen können diese Hindernisse problemlos überqueren, ohne den Fahrer abzuwerfen. Auch die Gefahr bei einer plötzlichen Bremsung ist aufgrund der kleinen Reifen wesentlich größer als beispielsweise auf einem E-Bike. Preislich variieren die rasanten Scooter zwischen 400 und 2.000 Euro. Eine Batterieladung reicht je nach Fahrstil für durchschnittlich 30 bis 50 Kilometer.

Sendung: hr1, hr1 am Mittag, 17.5.2019, 13 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit