Ein hart gekochtes Frühstücksei auf dem Tisch
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Eier sind plötzlich wieder gesund. Aufgrund ihres hohen Cholesterin-Gehalts wurde in letzter Zeit eher das Gegenteil angenommen, aber Forscher einer chinesischen Universität wollen es jetzt besser wissen. ARD-Korrespondent Steffen Wurzel in Shanghai ist der Sache für hr1 nachgegangen.

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Marinade von der Jakobsmuschel mit Lachs und gebackenem Ei
Pochiertes Bio-Ei mit Stachys, Rahmspinat und Trüffelschaum
Gebackenes Ei mit Frankfurter Grüne Soße

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Die Forscher der "sehr renommierten Universität" in Peking "haben Datensätze von gut 400.000 Menschen ausgewertet", erklärt Wurzel. Die Menge an Probanden verleiht der Studie eine gewisse Glaubwürdigkeit, kann sich aber dennoch nicht gegen die Skepsis der internationalen Experten wehren. Man hört: Die Ergebnisse könnten durch grundlegend gesunde Ernährung verfälscht werden.

Der Vergleich fällt also schwer - Fakt ist aber, dass Eier nicht direkt schädlich sind. Durch das Cholesterin im Ei würden Gefäßverstopfungen und Herzinfarkte gefördert, nahm man bisher an. Man muss aber zwischen sogenanntem "gutem" und "schlechtem" Cholesterin unterscheiden, die unterschiedliche Wirkungen für den Körper haben. Und jenes gute Cholesterin vermehrt sich durch bestimmte Fettbestandteile, die in Eiern enthalten sind.

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Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff, der zu 90% vom Körper selbst produziert wird. Er ist essentieller Baustein der Zellmembran und somit für jeden Organismus unentbehrlich. Außerdem ist Cholesterin Bestandteil von verschiedenen Hormonen wie dem Geschlechtshormon Testosteron oder dem Stresshormon Cortisol.
Um alle Körperzellen mit Cholesterin zu versorgen, braucht es im Blut bestimmte "Transporter". Dafür bindet es sich an sogenannte Lipoproteine, die es entweder zu den Geweben oder zur Leber verfrachten. Man unterscheidet hier zwischen dem "schlechten" LDL-Cholesterin (low density lipoprotein) und dem "guten" HDL-Cholesterin (high density lipoprotein). Ersteres versorgt zwar die Zellen mit Cholesterin, ein eventueller Überschuss geht aber zurück ins Blut und kann zu Ablagerungen in den Gefäßwänden führen. Das Ergebnis können Atherosklerose und Verstopfungen der Gefäße mit lebensbedrohlichen Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Diesem Umstand verdankt das Cholesterin seinen schlechten Ruf.
HDL-Partikel dagegen befördern Cholesterin zur Leber, die es weiterverarbeitet. Sie können außerdem die durch LDL verursachten Ablagerungen in den Blutgefäßen herauslösen und die Atherosklerose hemmen. Es ist also wichtig auf einen ausgewogenen Cholesterinhaushalt des Körpers zu achten, vor allem aber auf einen hohen HDL-Spiegel.

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Woher kommt mein Ei?

Ei mit Code
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Ob Sie Eier nun für gesund halten, oder einfach nur gerne essen - beim Kauf sind ein paar Dinge zu beachten. So zum Beispiel die Herkunft des Eis. Bio-Eier werden immer beliebter, Massentierhaltung steht heftig in der Kritik. Mithilfe des aufgedruckten Codes auf der Schale lässt sich der "Lebensweg" des Eis einfach nachzeichnen.

  • An der ersten Zahl erkennt man die Haltungsform des Huhns. Eine 2 steht für Boden-, eine 1 für Freiland- und eine 0 für Biohaltung. Legebatterien sind in Deutschland seit 2010 verboten.
  • An der Buchstabenkombination erkennt man das Herkunftsland - zum Beispiel DE für Deutschland.
  • Die Zahlenkombination am Ende deutet auf den Legebtrieb hin. Die ersten beiden Ziffern stehen dabei für das Bundesland - Hessen hat die Ziffern 06.

Sendung: hr1, hr1-Start, 6. Juni 2018, 8 Uhr

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