Die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Banknoten liegen während der Vorstellung in der Zentrale der Europäische Zentralbank (EZB) auf einem Leuchtkasten.
Die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Banknoten liegen während der Vorstellung in der Zentrale der Europäische Zentralbank (EZB) auf einem Leuchtkasten. Bild © picture-alliance/dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die neuen 100- und 200-Euroscheine vorgestellt. Wirtschaft und Behörden haben nun bis Ende Mai 2019 Zeit, den Umgang mit den neuen Scheinen zu üben. Danach kommen sie in Umlauf.

Die beiden Scheine komplettieren die sogenannte "Europa-Serie". Diese ist die zweite Generation der Banknoten, die seit 2013 schrittweise die erste Generation von 2002 ersetzt. Die Serie heißt so, weil ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa aus der Welt der griechischen Sagen an bestimmten Stellen auf den Geldscheinen abgebildet ist.

Erhalten bleiben die architektonischen Abbildungen aus verschiedenen Epochen. Auch die bisherigen Hauptfarben der Scheine werden beibehalten, sind aber kräftiger als in der ersten Serie. So erscheint der 100-Euroschein weiterhin in grün und mit Motiv im Stil des Barock and Rokoko. Der 200-Euroschein ist gelb und bildet eine Eisen- und Glasarchitektur aus dem 19. Jahrhundert ab.

Neue Sicherheitsmerkmale

Die Scheine der zweiten Serie zeichnen sich durch ein "Porträt-Fenster" aus. Wird die Banknote gegen das Licht betrachtet, erscheint im durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der Europa. Dies ist auch im Wasserzeichen zu sehen.

Zudem gibt es eine sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün nach Tiefblau. Bei den neuen Scheinen sind zudem in der Wertzahl Euro-Symbole zu erkennen. Diese Symbole erscheinen auch oben im Folienstreifen rund um die Wertzahl.

Durch das Sicherheitsupdate will die EZB Geldfälschern einen Schritt voraus sein. Das sei aber eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn die Zahl der Fälschungen ist laut Notenbank nach wie vor gering. Im ersten Halbjahr 2018 zogen die Behörden gut 300.000 gefälschte Scheine aus dem Verkehr - bei insgesamt mehr als 21 Milliarden Scheinen im Umlauf.

Eine Lupe gibt den Blick auf das neue «Satelliten-Hologramm» einer überarbeiteten 200-Euro-Banknote während der Vorstellung in der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) frei.
Eine Lupe gibt den Blick auf das neue «Satelliten-Hologramm» einer überarbeiteten 200-Euro-Banknote während der Vorstellung in der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) frei. Bild © picture-alliance/dpa

Sendung: hr1, hr1 am Nachmittag, 17.9.2018, 16 Uhr

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