Frühlingsanfang: die Kirschblüten sprießen los

Frühlingsanfang ist immer im März, aber nicht immer am selben Tag und zur selben Uhrzeit. Grund ist der Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche. Denn der variiert. Doch warum ist das so?

Frühling ist für uns, wenn die Blumen und Bäume blühen, die Nase kribbelt, die Sonne öfter scheint, Insekten und Tiere erwachen und es wärmer wird. Der kalendarische Frühlingsanfang fällt im Moment auf den 20. März. Dieses Jahr ist er an diesem Tag um 22:58 Uhr. Es war aber auch schon am 21. März und wird 2048 auf den 19. fallen.

Der Frühling beginnt immer dann, wenn die Tagundnachtgleiche stattfindet. Das Ereignis setzt ein, wenn die Sonne genau über dem Äquator steht. Denn im März wandert der Zenit der Sonne von Süden nach Norden. Die Nordhalbkugel ist dann der Sonne zugeneigt. Das sorgt für längere Tage und wärmere Temparaturen bei uns.

Tagundnachtgleiche beeinflusst Frühlingsanfang

Jahreszeiten entstehen durch schräge Erdachse

Die verschiedenen Zeiten der Tagundnachtgleiche kommen durch die Neigung der Erdachse. Die beträgt etwa 23,4° und ermöglicht erst die Jahreszeiten. Da sich die Erde bei ihrer täglichen Drehung um sich selbst und bei ihrer jährlichen Runde um die Sonne etwas eiert, varriiert die Neigung leicht und die Erde wird immer aus einem anderen Winkel von der Sonne beleuchtet. Daraus resultieren die unterschiedlichen Zeiten der Tagundnachtgleiche.

Meteorologen setzen auf Statistik

Der meteorologische Frühlingsanfang ist im Gegenzug zum kalendarischen Frühlingsanfang immer gleich. Die Jahreszeiten beginnen für Meteorologen nämlich immer am ersten des Monats, in dem der kalendarische Termin liegt. So ist die Zeitspanne von allen Jahreszeiten für die Auswertung von Daten der Meteorologen gleich lang.

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Nicht nur der Frühlingsanfang wechselt

Auch Sommer, Herbst und Winter fangen nach den kalendarischen Zeiten jedes Jahr ein bisschen anders an. Der Sommer beginnt meist am 21. Juni, nächstes Jahr (2020) zum Beispiel aber am 20. Juni. Der Herbstanfang schwankt häufig zwischen dem 22. und 23. September und der Winter fängt dieses Jahr am 22. Dezember, nächstes Jahr am 21. Dezember an. Das liegt im Sommer und Winter allerdings an der Sonnenwende. Dabei erreicht der Zenit der Sonne im Juni den nördlichsten Wendekreis der Erde und im Dezember den südlichsten Wendekreis.

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Sendung: hr1, Koschwitz am Morgen, 20. März 2019, 5:00 Uhr

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