Friday is for Future
"Fridays for Future"-Demo in Hamburg. Bild © picture-alliance/dpa

Seit Wochen schwänzen Schüler freitags die Schule, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und gegen die aktuelle Klimapolitik zu protestieren. Diesen Freitag wird unter dem Motto "Fridays for Future" erstmals global gestreikt. In Hessen sind diese Orte dabei.

In über 50 Ländern auf allen Kontinenten gehen Schüler und Studenten an diesem Tag nicht zur Schule oder zur Uni. Auch hessische Schüler beteiligen sich rege an der von der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg (16) initiierten Aktion. Denn mit jedem Tag, der im Kampf gegen den Klimawandel ungenutzt verstreicht, setzen die Politiker die Zukunft der Schüler aufs Spiel, argumentieren die jungen Leute.

"Wir werden die Leidtragenden des Klimawandels sein. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die einen katastrophalen Klimawandel noch verhindern kann", heißt es auf der Webseite "fridaysforfuture.de". Die Schüler fordern die Bundesregierung auf, unverzüglich weitgreifende Maßnahmen zum Klimaschutz einzuleiten. Die Landesschülervertretung hat an alle Schüler in Hessen appelliert, sich an den Protesten am 15. März zu beteiligen.

Schwänzen für das Klima?

Ob die Demos der Schüler während der Schulzeit sein müssen, wird seit Wochen kontrovers diskutiert. Grundsätzlich gilt natürlich Schulpflicht und wer während des Unterrichts demonstriert, fehlt unentschuldigt. Schüler können sich zwar vom Unterricht befreien lassen, wenn dafür zwingende Gründe vorliegen. Was diese zwingenden Gründe sind, ist aber je nach Bundesland und Schule unterschiedlich und oftmals eine Ermessensfrage. Die Kultusministerkonferenz stellt fest: Das Demonstrationsrecht kann in der unterrichtsfreien Zeit ausgeübt werden.

Das ist den Schülern jedoch herzlich egal. Sie haben sich das Motto ihres Vorbilds Greta Thunberg auf die Fahnen geschrieben: "Warum sollen wir für eine Zukunft studieren, die es bald nicht mehr geben wird, wenn niemand etwas unternimmt, um diese Zukunft zu retten." Es sei an der Zeit, so die Jugendlichen, zu rebellieren, um die Zukunft zu retten. Nur so würden die Erwachsenen, die Politiker und die Wirtschaftsbosse zuhören.

Weitere Informationen

Fridays for Future: Schülerstreiks am 15. März in Hessen

Bad Hersfeld, 11:00 Uhr, Rathaus
Bensheim, 12:00 Uhr, Goethe Gymnasium
Darmstadt, 10:00 Uhr, Luisenplatz
Eschwege, 10:00 Uhr, Marktplatz
Frankfurt am Main, 12:00 Uhr, Bockenheiner Warte
Friedberg, 10:00 Uhr, Bahnhof
Fulda, 10:00 Uhr, Uniplatz
Gießen, 11:30 Uhr, Berliner Platz
Kassel, 10:00 Uhr, Hauptbahnhof
Lauterbach, 13:00, Kirche
Marburg, 12:00 Uhr, Marktplatz
Homberg Efze, 11:00 Uhr, Marktplatz
Seligenstadt, 10:30 Uhr, vor dem Rathaus
Treysa, 8:00 Uhr, Marktplatz
Wetzlar, 11:00 Uhr, Bahnhofstraße
Wiesbaden, 12:00 Uhr, Hauptbahnhof
Witzenhausen, 11:00 Uhr, Vor der Johannisbergschule

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr1, hr1 Koschwitz am Morgen, 15.3.2019, 5 Uhr

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