Gänse im Gewässer
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Schon im letzten Jahr waren sie ein Problem, dieses Jahr sind sie beinah eine Plage: Wildgänse verbreiten sich zunehmend an hessischen Badeplätzen und bringen unangenehme Kleinigkeiten mit sich. Hier sehen Sie, wo.

Vor allem Nilgänse und Kanadagänse bevölkern derzeit hessische Seen und Freibäder. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei nicht um heimische Arten, sondern um Gänse aus Afrika und Nordamerika. In Nordhessen sind auch die einheimischen Graugänse zu finden, wie das Umweltministerium berichtet.

Die Verbreitung

Die Gänse unterliegen in Hessen keiner Berichtspflicht an Badeseen und werden auch nicht näher beobachtet. Das erschwert exakte Aussagen zu ihrer Ausbreitung. Laut Umweltministerium gibt es aber vor allem an Seen im Rheintal und Lahntal Probleme mit Verschmutzungen durch Gänsekot und dem damit verbundenen Eintrag von Fäkalkeimen ins Wasser. Genauso am Werratalsee.

Ob für die Saugwürmer, die zurzeit in den warmen südhessischen Seen als Zerkarien auftreten, tatsächlich die Nilgänse als Endwirte in Betracht kommen, ist aber nicht klar. Es gibt keine Untersuchungen, welche Wasservogelart mit welcher Wahrscheinlichkeit die Wurmeier trägt.

Kanadagänse brauchen im Gegensatz zur Nilgans weite Wasser- und Freiflächen, weshalb sie eher weniger in urbanen Räumen zu finden sind. Die Nilgans ist vor allem in Frankfurt "heimisch" geworden, bevölkert Parks und sogar Freibäder.

Sendung: hr1, hr1-Start, 10. Juli 2018, 6 Uhr

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