Essiggurken
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Fast jeder kennt es: Ein Krampf im Muskel kommt plötzlich und ist extrem schmerzhaft. Das kann vermieden werden, und zwar mit ungewöhnlichen aber einfachen Hausmitteln.

Ein Wadenkrampf entsteht, weil der Muskel unterversorgt ist. Die Folge: Heftige Schmerzen. Zur  Behandlung von Muskelkrämpfen gibt es jetzt neue Erkenntnisse. Forscher der Sportuniversität Köln haben herausgefunden, dass die Reizschwelle für Krämpfe steigt, wenn man einen Muskel unter Strom setzt. Eigentlich wollten die Forscher an der Sportuni herausfinden, ob ein Muskel wächst, wenn man in elektronisch stimuliert. Doch kaum waren die Probanden unter Strom, waren sie weniger krampfanfällig.  Diese Erkenntnis deutet darauf hin, dass die Alphamotoneuronen, so heißen die Nervenzellen, die vom Muskel ans Gehirn funken sich zusammenzuziehen, zuviel feuern. Der Muskel kontrahiert zu stark und es kommt zum Krampf.

Magnesiummangel nicht zwangsläufig krampfauslösend

Eine wichtige Erkenntnis für Menschen, die viel unter Krämpfen leiden. Denn die kann man nicht nur in der Wade bekommen, sondern eben auch im Arm, im Nacken und im Oberschenkel. Treten sie häufig auf, hilft es tatsächlich zu schauen, ob Elektrolyte fehlen. Achtung: Magnesiummangel ist nicht zwangsläufig der Grund. Es konnte noch nicht bewiesen werden, dass zu wenig Magnesium zu Krämpfen führt. Magnesium ist zwar gut für die richtige Muskelspannung, aber es ist nur ein Bestandteil. Und die Gleichung: viel Magnesium essen und weniger Krämpfe haben, stimmt nicht.

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Essiggurkenwasser hilft

Gut gegen Krämpfe sind beispielsweise Massagen und Wärme. Alkohol fördert übrigens Muskelkrämpfe, Übersäuerung auch sowie manche Medikamente. Aprikosen und Bananen tun Muskeln generell gut. Und: Gurkenwasser! Ja, Sie haben richtig gelesen. Genaugenommen hilft Essiggurkenwasser. Bei akuten, durch Sport ausgelösten Krämpfen ist mit einem Glas Gurkenwasser der Krampf nach etwa einer Minute weg. Der Grund: der saure Geschmack im Rachen drosselt die impulsgebenden Nervenzellen, also die Alphamotoneuronen, und so verschwindet der Krampf.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 23.7.2018, 10 Uhr

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