Deutscher Handballspieler wirft aufs Tor
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Die Deutsche Handball-Nationalmannschaft ist bei der WM ins Halbfinale eingezogen und ganz Deutschland im Handballfieber. Damit Sie bei den Spielen nicht den Durchblick verlieren, erklären wir Ihnen wichtigsten Regeln.

Bei einem Handballspiel ist es nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren. Der Sport ist schnell und komplex. Und mindestens genauso komplex ist das Regelwerk.

Sechs Feldspieler – ein Torwart...

… stehen auf dem Feld. Der gesamte Mannschaftskader darf in der Bundesliga bis zu 14 Spielern groß sein. In der Nationalmannschaft sogar bis zu 16 Mann. Es darf im laufenden Spiel so oft ausgewechselt werden wie man will. Je nachdem welchen Spieler man gerade taktisch einsetzen will.

Meckern beim Schiedsrichter

Der Schiedsrichter hat beim Handball eine größere Autorität als beim Fußball. Meckern wird hier direkt bestraft. Darum wird auch beim Handball nicht so viel auf dem Feld diskutiert.

Nur die Harten…

Schwalben und Schauspiel gibt es beim Handball selten zu sehen. Trotz harter Fouls geht das Spiel danach schnell weiter.

Ohne Harz nix los

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Ab der Regionalliga aufwärts darf geharzt werden. Dabei dürfen sich die Spieler die Hände mit Harz einschmieren. Früher wurde dafür echtes Baumharz verwendet. Der Ball haftet dann besser und beim Werfen können die Spieler mehr Tricksen und dem Ball mehr Effet geben. Einzig der Hallenboden leidet darunter.

Die Fans

Sind genauso leidenschaftlich wie beim Fußball, haben aber gerade bei dieser Heim-WM eine große Freude am Verkleiden und gehen lautstark mit. Im Übrigen gibt es selten Pfiffe für die gegnerische Mannschaft.

Ball- und Schrittregeln

Man darf den Ball praktisch mit jedem Körperteil, abgesehen vom Unterschenkel und dem Fuß, spielen. Dabei sind Würfe, Schläge und Faustbewegungen erlaubt. Der Ball darf maximal drei Sekunden in der Hand gehalten werden und spätestens nach dem dritten Schritt muss der Ball gedribbelt, gepasst oder geworfen werden.

Der Strafwurf – der Siebenmeter

Wird durch ein Foul oder durch das Betreten des Torraums eine klare Torchance verhindert, gibt der Schiedsrichter einen Siebenmeter. Dieser ist vergleichbar mit dem Elfmeter beim Fußball ist. Stehend wird der Strafwurf dann an der Siebenmeter-Markierung ausgeführt. Die Markierung darf dabei nicht übertreten werden, bis der Ball aus der Hand ist.

Freiwurf

Mit dem Freiwurf werden kleinere Vergehen geahndet. Dieser wird, ähnlich wie beim Fußball direkt dort ausgeführt, wo das Foul geschehen ist.

Passives Spiel – Zeitspiel

Das klassische Hin-und Her-Gekicke wie beim Fußball gibt es beim Handball nicht. Wenn die Schiedsrichter merken, dass kein Angriff vor dem Tor erfolgt, dann darf Zeitspiel angezeigt werden. Das angreifende Team muss innerhalb von sechs Kontakten ein Wurf aufs Tor machen. Gelingt das nicht, gibt es einen Freiwurf für die andere Mannschaft.

Team-Time-Out

Bei der WM haben beide Trainer pro Halbzeit drei Mal die Möglichkeit eine Auszeit zu nehmen. Ansonsten gilt eine Auszeit pro Halbzeit. Die grüne Karte, die sonst beim Zeitnehmersekretär abgegeben wird, ist bei dieser WM durch einen Buzzer ersetzt, der gedrückt werden kann. Ab Abpfiff vom Schiedsrichter haben Team und Trainer 60 Sekunden Zeit für Abstimmung.

Bestrafungen

  • Gelbe Karte: Verwarnung
  • Rote Karte: Kann sofort gegeben werden, auch ohne vorangegangene Verwarnung. Der Spieler muss sofort auf die Tribüne; die Mannschaft spielt dann in Unterzahl weiter.
  • Zwei-Minuten-Strafe: Es gibt eine Verwarnung und der Spieler muss auf die Bank und die Mannschaft spielt in Unterzahl weiter. Nach der dritten Zwei-Minuten Strafe folgt automatisch die rote Karte.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 22.1.2019, 5 Uhr

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