Strahlend blauer Himmel im Taunus.

Bereits seit Wochen scheint in Hessen von früh bis spät fast durchgängig die Sonne, von Regen und Nässe keine Spur. Außer leichtem Niederschlag am vergangenen Ostermontag kam lange kein Tropfen mehr vom Himmel. Und das schadet Hessens Wäldern ungemein.

Strahlend blauer Himmel, jede Menge Sonne und weit und breit kein Regen in Sicht: Seit Mitte März ist in ganz Hessen so gut wie kein Niederschlag mehr vom Himmel gefallen. Dabei fiel im Februar sogar mehr als doppelt so viel Regen wie im Schnitt, so die Experten. In der ersten Märzhälfte gab es zudem so viel Niederschlag wie sonst im ganzen Monat. In Frankfurt fielen in den ersten zehn Tagen 43 Liter Regen pro Quadratmeter (im Mittel der Jahre sind im März 42 Liter), in Kassel waren es 42 Liter pro Quadratmeter.

Ausbleibender Regen seit Mitte März

Doch seitdem hat es deutlich weniger und dann überhaupt nicht mehr geregnet. Waren es vom 11. bis 20. März in Frankfurt nur noch vier und in Kassel sieben Liter pro Quadratmeter, so fielen in den letzten elf März-Tagen in Frankfurt nur noch 0,5 und in Kassel 0,7 Liter Regen pro Quadratmeter. Seit Beginn des Monats April regnete es außer am Ostermontag gar nicht. Für die kommenden Tage ist kein Niederschlag in Sicht.

Das bedeutet nichts Gutes für Hessens Wälder, die rund 42 Prozent an Fläche im Bundesland ausmachen. Die Waldbesitzer beklagen bereits enorme Schäden durch die Trockenheit der vergangenen beiden Jahre und den dadurch gestiegenen Schädlingsbefall durch den Borkenkäfer. Und auch Hobby-Gärtner und Förster sehnen sich nach dem kühlend-feuchten Nass.

Dürre und Waldbrandgefahr wächst

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Vor allem junge Bäume und kürzlich gesetzte Pflanzen würden laut einem Sprecher des Landesbetriebs Hessen Forst momentan unter Trockenstress leiden. Zudem trage die Ostwindlage weiter zur Austrocknung bei. Sollte das trockene Wetter bis Mai oder Juni andauern, leide auch die Vitalität der älteren Bäume, sagte er. Sie seien dann für Schädlinge empfänglicher, beispielsweise die Fichte für den Borkenkäfer. Bei warmem und trockenem Wetter vermehre sich dieser besonders gut.

Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt derzeit, dass der Oberboden (bis 25 Zentimeter Tiefe) in Hessen ungewöhnlich trocken ist und eine moderate Dürre vorherrscht. In 1,8 Meter Tiefe ist es sogar noch schlimmer: Für Teile Hessens weist der Monitor ungewöhnliche Trockenheit oder sogar extreme Dürre aus. Der Waldbrandgefahrenindex des DWD zeigt für Hessen fast durchweg die Stufe 3, in Osthessen und Südhessens sogar partiell Stufe 4 (Faktor 1 entspricht sehr geringer Gefahr, 5 sehr hoher).

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