Hitze stresst den Körper.
"Viel trinken!" - Das ist die oberste Devise bei Hitze. Bild © Colourbox.de

Hitze stresst uns. Aber ist das eine Tatsache oder betrifft das nur die Wetterfühligen und Sommermuffel? Außerdem ist Stress ja nicht gleich Stress. Lesen Sie hier, was es Neues zum Thema Hitze und Stress aus der Forschung gibt.

Stress für unseren Körper

Betrachtet man die Reaktionen des menschlichen Körpers auf hohe Außentemperaturen, zeigt sich: Die Hitze verlangt unseren Körpern viel ab. Zwar haben wir unsere körpereigene Klimaanlage, aber die will betrieben werden. Schweißdrüsen müssen reguliert und der Blutdruck so stabil wie möglich gehalten werden. Versagen diese Mechanismen, kann es zu Überhitzung bis hin zum Hitzschlag kommen.

Mit der erwarteten Erhöhung der Temperaturen als Folge des Klimawandels, zeichnet sich auch in Europa eine erhöhte Erkrankungs und Sterberate ab, wie Veröffentlichungen im Journal of Environmental and Public Health zeigen.

Hitzschlag Symptome erkennen

Erste Symptome sind laut dem Umweltbundesamt: Erbrechen, Verwirrtheit, Krämpfe, Körpertemperaturen über 39 Grad, heftige Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit und Kreislaufschocks. Zeigen sich solche Symptome, wählen Sie den Notruf, bringen sie die Person an einen kühleren Ort und führen sie geeignete Erste Hilfe Maßnahmen durch.

Stress für unser Hirn

Das alles kostet Energie. Diese muss häufig an anderen Stellen eingespart werden, Stress ist die Folge, denn trotzdem will Mensch ja leistungsfähig bleiben. Forscher der University of California in San Diego fassen die neuesten Forschungsergebnisse zusammen:

  • Wir machen mehr Fehler: Personen machten bei hohen Temperaturen überdurchschnittlich häufiger Fehler bei kognitiven Aufgaben.
  • Gedächtnisleistung auf Sparflamme: Gerade das Arbeitsgedächtnis wird durch hohe Temperaturen stark in Mitleidenschaft gezogen. Es ist vor allem für Basisaufgaben wie Schreiben, Lesen oder Rechnen verantwortlich
  • Schlecht in der Schule und im Büro: Spezielle Arbeitsfelder sind besonders betroffen. Im Labor simulierte Aufgaben, die Schul- oder Bürotätigkeiten imitierten, waren besonders beeinträchtigt.

Stress für unsere Psyche

Aber nicht nur unsere Leistungsfähigkeit verschlechtert sich, die Hitze beeinflusst uns auch emotional. Die Forscherin Manuela Lösch von der Universität Stuttgart zeigte auf: Hitze macht uns aggressiver und weniger hilfsbereit. Personen gaben bei hohen Labortemperaturen an, verärgerter zu sein und waren bei einem Simulationsspiel weniger dazu geneigt, anderen etwas von ihrem fiktiven Geld abzugeben.

Abkühlung gegen Stress

Viele Meteorologen sind sich einig, dass in Zukunft vermehrt Hitzewellen wie bereits 2015 und 2018 auf uns zukommen. Um sich auf besonders heiße Tage mental vorbereiten zu können, bietet der Deutsche Wetterdienst eine Deutschlandkarte mit Gefahrenindizes für Wetterfühlige an.

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Für Hessen haben wir außerdem einige „coole Ausflugsziele“ zusammengestellt.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 23.08.2018, 11 Uhr

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