Frau im Homeoffice

Arbeiten Sie auch seit Corona ganz oder teilweise im Homeoffice? Dann haben Sie sicher Ihre ganz eigenen Erfahrungen mit diesem Arbeitsmodell gemacht. Aber stimmen diese mit den Erkenntnissen aus Studien und Umfragen überein? Schauen Sie doch mal hier. Wir haben interessante Fakten rund ums Homeoffice für Sie.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wie Homeoffice den Geschäften zu schaffen macht

Laden "geschlossen" in Zeiten von Corona.
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Die Corona-Pandemie hat unsere Art zu leben und zu arbeiten verändert. Homeoffice ist für viele die neue Realität. Traditionelle Büroarbeit gehört der Vergangenheit an. "Wir erleben ein großflächiges, bundesweites Experiment der Digitalisierung von Arbeit, dessen Veränderungsgeschwindigkeit bis vor Kurzem undenkbar erschien", sagt Josephine Hofmann, Forschungsleiterin am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation im "Spiegel".

Fast drei Viertel der Erwerbstätigen können sich vorstellen, auch nach der Pandemie häufiger von zu Hause zu arbeiten. Das ist nur ein Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des "Spiegel". Diese und weitere Erhebungen belegen die Veränderungen, die Covid-19 mit sich bringt.

  • 48,5 Minuten pro Tag arbeiten Menschen im Homeoffice länger als im Büro. (Studie der Havard Business School und der New York University)
  • 52,1 Prozent der Deutschen glaubt, dass die psychische Gesundheit unter der Arbeit im Homeoffice leidet. (Repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung)

In 70 Prozent der Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe haben Beschäftigte in den vergangenen Monaten von daheim gearbeitet. Gingen die meisten Unternehmen zu Beginn der Pandemie noch davon aus, dass nach einer Beruhigung der Lage alle wieder in die Büros zurückkehren, hat sich mittlerweile ein Umdenken eingestellt. Das zeigt eine Umfrage des ifo-Instituts im Auftrag der Zeitarbeitsfirma Randstad:

  • 73 Prozent der Unternehmen, die während der Pandemie verstärkt auf das Arbeiten von zu Hause setzten, wollen das auch in Zukunft tun.
  • 64 Prozent wollen Besprechungen künftig häufiger online durchführen.
  • 61 Prozent wollen Dienstreisen dauerhaft einschränken.

Eine Entwicklung, die Auswirkungen auf den Markt für Büroimmobilien hat. So prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft, dass die Mieten für Büroimmobilien in Frankfurt um 16 Prozent fallen könnten. Die Preise für derartige Objekte könnten sogar um 32 Prozent sinken.

Weitere Informationen

Ergebnisse der Studie "Gesundes Homeoffice" der mhplus-Krankenkasse und der SDK Süddeutsche Krankenversicherung

  • 65 Prozent arbeiten lieber zu Hause als im Büro.
  • 60 Prozent sagen, der Arbeitsdruck ist zu Hause geringer.
  • 37 Prozent geben zu, im Homeoffice ungesünder zu essen.
Ende der weiteren Informationen

Aber auch mit uns Menschen hat das vergangene halbe Jahr etwas gemacht, wie die Civey-Umfrage des "Spiegels" zeigt. So sind 62 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Menschen nach der Corona-Pandemie eher oder eindeutig auf Distanz zueinander gehen. Und 42 Prozent derer, die in einer Wohnung leben, haben seit Corona den verstärkten Wunsch, in ein Haus mit Garten zu ziehen.

Auf die Frage: "Welche positiven Erfahrungen nehmen Sie aus der Zeit der Corona-Einschränkungen mit?", wurde wie folgt geantwortet:

  • Alltag wurde entschleunigt: 47,1 Prozent
  • Konzentration auf das Wichtige im Leben: 31,2
  • Habe einen anderen Blick auf die Gesellschaft: 27,6
  • Konnte mehr Zeit mit der Familie verbringen: 22,1
  • Habe lange aufgeschobene Dinge erledigt: 21,6
  • Habe alte Leidenschaften wiederentdeckt: 7,2
  • Neue Hobbys und Interessen: 6,5
  • Hatte keine positiven Erfahrungen: 26,8

Sendung: hr1 Koschwitz am Morgen, 21.9.2020, 5-9 Uhr

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