Als Kapitän der "Lifeline" rettete Claus-Peter Reisch Flüchtlinge aus dem Mittelmeer und geriet damit in die Mühlen der internationalen Politik sowie der Justiz. Über seine Rettungsaktion, was ihn dazu bewegt hat und die Folgen für ihn – darüber erzählt Claus-Peter Reisch im hr1-Talk.

Er ist der derzeit sicher bekannteste Kapitän Deutschlands, obwohl er nicht auf der Brücke eines Traumschiffs steht, sondern als Angeklagter vor einem maltesischen Strafgericht. Er hatte im Juni mit seinem Schiff "Lifeline" über 230 Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot  gerettet – und ist damit in die Schlagzeilen und in die Mühlen sowohl der internationalen Politik wie der Justiz geraten.

Unsere Gäste in drei  Sätzen

Er ist gelernter Kfz-Mechaniker, hat in seiner bayrischen Heimat mit Sanitärprodukten gehandelt – bis er beschloss, seinem Drang zur Ferne und zur See nachzugeben. Auf einem Griechenland-Urlaub stellte er sich die Frage: "Was tun, wenn wir auf ein Boot mit Flüchtlingen treffen?" Und quasi als Antwort rettet er seit dem vergangenen Jahr Flüchtlinge vor Untergang und Tod im Mittelmeer

Marion Kuchenny und Claus-Peter Reisch
Bild © hr1/ Lukas Fortkord

Darum geht’s im hr1-Talk

Im hr1-Talk erklärt Claus-Peter Reisch,  wie er es schaffte, in einem für maximal 50 Passagiere ausgelegten Fischerkutter fünfmal so viele Menschen durchs Mittelmeer zu navigieren. Er erzählt vom Zwiespalt zwischen Moral und Recht – wenn die Entscheidung fürs Recht  auf hoher See eine Entscheidung gegen die Menschlichkeit bedeuten kann. Und er gibt Antwort auf die Frage; weshalb er kein Vertrauen mehr in die internationale Diplomatie und Politik hat.

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Zum Artikel "Was tun, wenn wir auf ein Boot mit Flüchtlingen treffen?" | Claus-Peter Reisch, Kapitän

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