Franziska Böhler ist Krankenschwester im Rhein-Main-Gebiet, und ihr Beruf macht ihr Freude: Sie kann Menschen heilen, sogar Leben retten. Aber die Belastung steigt seit Jahren, nicht erst seit Corona. Manchmal kennen sie und ihre Mithelfer nur einen Fluchtort für eine kurze Auszeit: das Stationsklo. Im hr1-Talk gibt Franziska Böhler Einblick in den Alltag der Helfer, die selbst Hilfe brauchen.

Unser Gast in drei Sätzen

Schon als Kind wollte sie einen Arztkoffer zu Weihnachten und jede Wunde versorgen. "Ich habe mich draufgestürzt wie ein Geier", erinnert sich Franziska Böhler an ihre ersten kindlichen Fälle. Ihre Berufswunsch wurde wahr: Über zehn Jahre arbeitete sie auf einer anästhesiologischen Intensivstation nahe Frankfurt, auch heute noch ist sie Krankenschwester.

Darum geht’s im hr1-Talk

Franziska Böhler und Marco Schreyl

Franziska Böhler erklärt, warum bei der Krankenpflege ein "klinisches Auge" genauso wichtig ist wie heilende Hände. Sie sieht bei der Misere im Krankenhausbereich eine Lösung: weg von den profitorientierten Investoren als Betreiber der Kliniken, die Häuser gehören wieder in die öffentliche Hand. Und sie warnt: Schon jetzt sei die Personallage im Pflegebereich angespannt, spätestens nach der zweiten Corona-Welle rechnet sie mit der Pflegeflucht des Personals. Doch: "Ich liebe diesen Beruf - trotz der Umstände", betonte sie in einem Interview mit dem "Spiegel".

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