Störche im Ried

Heimische Störche überwintern immer seltener im fernen Süden. Auch das Hessische Ried kann mittlerweile als Winterquartier dienen. Nicht nur der Klimawandel, auch der Mensch hat das mit beeinflusst.

Der Süden Afrikas war lange das bevorzugte Ziel vieler Zugvögel. Mittlerweile überwintern insbesondere Weißstörche in Spanien, Frankreich, Marokko oder auch im südhessischen Ried. Dort haben im vergangenen Jahr fast 100 Störche den Winter verbracht.

Audiobeitrag

Audio

zum hr4.de Audio Wissenwertes über Störche

Storch steht auf einem Nest mit Jungen
Ende des Audiobeitrags

Die Storchen-Hotspots in Hessen sind Biebesheim am Rhein oder die Altneckarschlingen bei Groß-Gerau. Insgesamt waren 690 Brutpaare in Hessen unterwegs. In Nordhessen ist der Weißstorch hingegen nur noch vereinzelt zu finden.

Schutzprojekte für Störche

Vor 30 Jahren wäre der Storch beinahe aus Hessen verschwunden. Aber die Arbeit des hessischen Naturschutzes hat sich ausgezahlt. Storchmasten aufstellen oder Feuchwiesen als Lebensraum sichern – der Bestand hat sich erholt und jedes Jahr brüten mehr Weißstörche in Hessen und ziehen ihre Jungtiere groß.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Viele Kraniche und Weißstörche verbringen die Winter mittlerweile bei uns"

Kraniche
Ende des Audiobeitrags

Störche brauchen vor allem viele nasse Wiesen, um genug Nahrung für sich und ihre Jungen zu finden. Diese Wiesen müssen heute aber immer häufiger Mais-Äckern oder anderen Anbaugebieten weichen.

Einfluss von Mensch und Natur

Nicht nur die milden Temperaturen hierzulande führen dazu, dass der Storch seine Route verkürzt. In der Vergangenheit wurden in der Schweiz, dem Elsass und Baden-Württemberg viele Zuchtstationen aufgebaut.

Der Einfluss des Menschen hat die Vögel daran gehindert, gen Süden zu fliegen. Die Folge: Die freigelassenen Zuchtvögel breiten sich nun auch hier in der Region aus.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 28.08.2019, 9 - 12 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit