Google Logo
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Es ist ein Jubiläum, das nicht bei jedem die Korken knallen lässt. Kaum jemand kann aber leugnen, Google oder seine zahlreichen Programme noch nie genutzt zu haben. Der Konzern ist als Datenkrake verschrien, seine Apps sind auf zahlreichen Handys und Computern Standardausstattung und sein Internetbrowser ist mit knapp 60 Prozent Marktanteil weltweit einsame Spitze. Weitere Fakten zum Geburtstagskind aus dem Silicon Valley sehen Sie hier - und was es außer Google noch gibt.

Blau, rot, gelb und grün - eine ganz normale Farbkombination, unterbewusst aber immer mit einem einzigen Wort assoziiert: Google. Die Suchmaschine hat ihre "Finger" überall und macht Vieles einfacher. Der Konzern scheint in 20 Jahren unverzichtbar geworden. Hier mal ein kleiner aber beeindruckender Steckbrief.

  • am 4. September 1998 gründeten die Stanford-Studenten Larry Page und Sergey Brin "Google Inc."
  • am 27. September 1998 ging die Suchmaschine an den Start
  • 2004 folgte der Börsengang
  • 2005: Übernahme des Softwareentwicklers "Android"
  • 2006: Übernahme der Videoplattform "YouTube"
  • 2008: Veröffentlichung des Webbrowsers "Google Chrome", der zehn Jahre später der mit Abstand am weitesten verbreitete Browser ist (59,7% im August 2018)
  • das Smartphone-Betriebssystem "Android" kommt mittlerweile auf 88% Marktanteil, die Google-Suchmaschine auf über 90%
  • der geschätzte Marktwert des Unternehmens beläuft sich auf rund 850 Milliarden US-Dollar (zum Vergleich: "Amazon"-Gründer Jeff Bezos ist mit rund 160 Milliarden US-Dollar vermögendster Mann des Erdballs)
  • seit seiner Gründung hatte Google sieben verschiedene Logos (zum Vergleich: Eintracht Frankfurt änderte sein Wappen in über 50 Jahren Bundesliga nur zwei mal)
Alter Google-Schriftzug
Der alte Google-Schriftzug, wie er noch zu den Stanford-Zeiten seiner Gründer verwendet wurde. Bild © picture alliance

Es geht auch ohne Google

Kartendienste, eine Suchmaschine, ein Internetbrowser und so weiter und so fort - Google will und kann scheinbar alles, sammelt aber auch die Daten seiner Milliarden Nutzer. Wer den Superkonzern nicht unterstützen möchte, kann aus einer Vielzahl von Alternativen wählen.

Der beträchtliche Marktanteil von "Chrome" brachte einen Rückgang anderer Browser mit sich. "Firefox" und der "InternetExplorer" bringen es nur noch auf circa 20%. Wer mal auf etwas ganz neues umsteigen will, kann es mit dem nutzerfreundlichen "Vivaldi" oder mit "Cliqz" versuchen. Letzterer setzt stark auf Privatsphäre und entfernt beispielsweise Nutzer-IDs.

Auch für den Kartendienst "Google Maps" gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten: "Here Maps" etwa ist sein größter Konkurrent. Der Dienst findet sich zum Beispiel in den Navigationssystemen einiger großer Autohersteller wieder. Ein Vorteil davon ist auch sein geringeres Speicheraufkommen. Weitere Dienste sind auch "NavMii", das Verkehrsdetails in Echtzeit bereitstellt oder "OpenStreetMap", das komplett frei nur von Nutzern erstellt wird.

Und natürlich bieten sich auch für die Suchmaschine Alternativen an: zum Beispiel "DuckDuckGo" oder "ixquick". Beide schreiben sich Datenschutz auf die Fahne und verzichten auf die Speicherung von Informationen ihrer Nutzer. Die Suchmaschine "Ecosia" finanziert mit ihren Anzeigenerlösen sogar Baumprojekte in Burkina Faso. Wer weitere Alternativen zu Google-Programmen wie dem Übersetzer, dem Kalender, "Gmail" oder "Google Play" finden möchte, kann die mit Hilfe der alternativen Bowser dann auch ganz schnell auftreiben.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 4. September 2018, 9 Uhr

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