Ausmisten

Zu den häufigsten Vorsätzen im neuen Jahr gehören ein gründliches Großreinemachen und Ausmisten. Hier die erstaunlichsten Umfrage-Ergebnisse zum jährlichen Frühlingsritual der Deutschen.

Nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten: Laut Statistik misten fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) überflüssige Dinge aus, um Platz für neue zu schaffen. Das ist eines der Ergebnisse der Online-Umfrage, die das Schnäppchen-Portal "deals.com" im Jahr 2014 in Auftrag gegeben hatte. Die meisten der 916 Befragten (56 Prozent) sortieren regelmäßig übers Jahr verteilt Krempel aus. Das Ausmisten verschafft immerhin 55 Prozent der Teilnehmer ein "befreiendes Gefühl", das zumindest bis zur nächsten Anschaffung anhalten dürfte. Die Umfrage, bei der auch Mehrfachnennungen zugelassen waren, zeigte: Rund ein Viertel (24 Prozent) der Aufräumer fällt es schwer, Dinge wegzuwerfen.

Ebay und Flohmärkte sind nicht beliebt

Als Alternative zum Sperrmüll kommt aber nur selten der Verkauf von überflüssigen Dingen auf dem Flohmarkt (12 Prozent) oder auf Ebay (12 Prozent) infrage. Der Online-Marktplatz wird von elf Prozent der Teilnehmer als zu umständlich und aufwendig angesehen, fünf Prozent haben bereits schlechte Erfahrungen als Anbieter beim Online-Verkauf gemacht.

Dinge, die heimlich entsorgt werden

Auch ein schwedisches Möbelhaus betätigt sich als Marktforscher und veröffentlicht jährlich einen "Life at Home Report". In diesen groß angelegten Studien werden 22.000 Menschen in 22 Ländern befragt und in nationalen Rankings für die einzelnen Länder ausgewertet. So wurde bei einer der jüngsten Erhebungen ermittelt, welche Gegenstände heimlich entsorgt werden, die eigentlich dem Partner, der Partnerin oder WG-Mitbewohnern gehören.

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Diese Dinge werden gerne heimlich ausgemistet:

  1. Kleidung, z.B. verwaschene Pullover, ungeliebte Hosen, Hemden des Partners (43%)
  2. Kleine Deko-Gegenstände:, Sammelfiguren oder Mitbringsel (40%)
  3. Küchenutensilien (24%)
  4. Kosmetik- und Hygiene-Artikel wie Parfum, Deo, Seife, Duschgel (23%)
  5. Große Deko-Gegenstände, Vasen und Kunstobjekte (17%)
  6. Wasch- und Putzmittel (14%)
  7. Werkzeug, das sich in der Wohnung oder im Haus herumliegt (12%)
  8. Möbel-Accessoires wie Kissen, Decken, Überwürfe (10%)
  9. Möbel, die nicht mehr gefallen (7%)
Ende der weiteren Informationen

Übrigens: Der Frühjahrsputz und das Ausmisten haben eine lange Tradition, die auf das Mittelalter zurückgeht. So musste der Ruß aus dem Innern von Hütten, Häusern und Burgen geputzt werden, der durch Kamine und andere offene Feuerstellen, wie einem Herd, entstand. Mit dem Frühjahrsputz wurde also eine Grundreinigung des Gebäudes vorgenommen - über den Rest des Jahres wurde nur noch "nachgeputzt". Traditionell gilt der Monat Februar als Reinemache-Monat. Auch der Name "Februar" hat darin seinen Ursprung - das lateinische Wort "februare" bedeutet übersetzt so viel wie "reinigen". Das lateinische Substantiv "februa" wird mit "Reinigungsopfer" oder "Sühneopfer" übersetzt. Dieses Opfer wurde im Monat Februar dargebracht.

Sendung: hr1, Koschwitz am Morgen, 31.1.2019, 5 Uhr

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