Szene aus "Die Känguru-Chroniken"

Kennen Sie das Känguru? Ja, Sie lesen richtig. Die Rede ist von dem kommunistischen Känguru. Nicht von Kängurus im Allgemeinen. Sie kennen es nicht? Dann sollten Sie diese Bildungslücke von ihrer "Not-To-Do"-Liste streichen und sich vielleicht dem "Asozialen Netzwerk" anschließen.

Zurzeit kann man dem Känguru ja kaum aus dem Weg gehen. So präsent ist es. Denn ab dem 5. März ist es im Kino zu sehen. Im Film "Die Känguru-Chroniken". Doch das ist nur der bisherige Höhepunkt einer beispiellosen wie tierischen Karriere.

Tierischer Bestseller

Autor Marc-Uwe Kling, Regisseur Dani Levy und Hauptdarsteller Dimitrij Schaad (v.l.) bei der Filmpremiere 'Die Känguru-Chroniken'.
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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Kängurus interessieren sich nur für sich selbst."

Kängurus
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Vier Bücher und Hörbücher mit dem Beuteltier haben es seit 2009 zu Bestsellern gebracht: "Die Känguru-Chroniken", "Das Känguru-Manifest", "Die Känguru-Offenbarung" sowie "Die Känguru-Apokryphen". Der Inhalt: Ein Känguru zieht bei einem Kleinkünstler ein. Das ungleiche Paar philosophiert über Gott und die Welt und erlebt abstruse Abenteuer.

Von den "Känguru-Chroniken" gingen schon eine Million Hörbücher über die Ladentische. Die anderen Teile der Serie steuern stramm auf die halbe Million zu. Doch was macht diese Bücher, was macht das Känguru, so besonders und erfolgreich?

So tickt das Känguru

Das Känguru ist bekennender Kommunist und schonungsloser Kritiker des Kapitalismus. Es liebt Schnapspralinen, Nirvana und will für eine gerechtere Welt kämpfen. Letzteres scheitert aber an seiner totalen Faulheit. Deswegen hat es auch eine "Not-To-Do"-Liste angelegt.

Zusammen mit seinem Mitbewohner, bei dem es sich um "Känguru"-Autor Marc-Uwe Kling handelt, gründet es die Anti-Terror-Organisation "Das asoziale Netzwerk". Entscheidungen fällt es gerne per Schnick-Schnack-Schnuck, wobei es natürlich immer gewinnt. Und Hinweise wie "das ist meins" kontert es mit dem Satz: "Mein, dein - das sind doch bürgerliche Kategorien."

Scharfzüngige Gesellschaftskritik

Als fiktive Figur kann das Känguru all das tun, was uns im wirklichen Leben normalerweile verwehrt ist. Es darf Beamte beleidigen, Hunde treten, dass sie durch die Luft fliegen und einem Rechtspopulisten ans Bein pinkeln. Kurzum: Es darf sich politisch völlig inkorrekt verhalten. Seine Gesellschaftskritik kommt dadurch schonungslos, scharfzüngig, radikal und konsequent zum Ausdruck. Und Autor Marc-Uwe Kling hat all das witzig und pointiert in Szene gesetzt.

Ob der Film hält, was die Bücher versprechen, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Die Hörbücher des Kängurus sind aber absolut empfehlenswert.

Hier können Sie den Trailer zu den "Känguru-Chroniken" anschauen.

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Sendung: hr1 Koschwitz am Morgen, 5.3.2020, 5-9 Uhr

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