Küppersbusch Koschwitz

Friedrich Küppersbusch wurde Anfang der 90er als Moderator der WDR-Politsendung "ZAK" bekannt. Warum er nach einem provokanten Interview in Journalismus-Seminaren als abschreckenden Beispiel galt, erzählte er uns am Morgen in hr1.

Küppersbusch arbeitet nicht nur als Autor, Journalist oder Moderator: Von 2000 bis 2006 produzierte der Nordrhein-Westfale mit der probono Fernsehproduktion GmbH, deren geschäftsführender Inhaber er ist, die erfolgreiche n-tv-Sendung "Maischberger".

Darüber hinaus zeichnete Küppersbusch auch als Produzent für den Privatsender RTL den "Großen Deutschtest" mit Hape Kerkeling (2003–2006) und "Raus aus den Schulden" (2007–2010) sowie die 3sat-Sendung "Bauerfeind" mit Katrin Bauerfeind (seit Februar 2009) verantwortlich. Für das SWR-Fernsehen produziert er von 2009 bis 2013 die Sendungen "2+Leif" und "besser lesen".

Sechs Jahre moderierte er das Politmagazin "ZAK"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "In Interview-Seminaren war ich das abschreckende Beispiel"

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Mit uns blickte Friedrich Küppersbusch auf seine frühe journalistische Laufbahn zurück. Sechs Jahre lang moderierte er das Politmagazin "ZAK", das in den 90ern Kult war. Gemeinsam mit Thomas Koschwitz erinnert er sich an damalige Gäste und berichtet von seiner gelegentlich provokanten Art der Gesprächsführung. Seine Interviews führte er offen und direkt, was bei seinen mitunter verärgerten Gästen nicht immer ohne Folgen blieb. "Doch für Beschwerden zu sorgen war nicht unsere Kernabsicht", resümiert  der Journalist in hr1.

So fragte er den damaligen Innenminister Rudolf Seiters zu Beginn eines Interviews: "Sie heißen Rudolf, ihr Bruder heißt Adolf - und wie waren Ihre Eltern sonst so drauf?"  Die Folge: "In Interview-Seminaren war ich damit das abschreckende Beispiel dafür, wie man ein Gespräch nicht anfangen sollte." Doch tatsächlich erzählte Seiters nach der provokanten Einstiegsfrage ganz offen über seine Kindheit. "Wichtig ist eben immer das Interesse an dem Gegenüber", erklärt Küppersbusch.

Wie pinkelt man bei minus 40 Grad?

Ein anderes Beispiel: Bei Reinhold Messner erkundigte er sich in seiner Sendung danach, wie es denn sei, bei minus 40 Grad in den Schnee zu pinkeln. "Der Bergsteiger war eben schon alles gefragt worden in unzähligen Interviews." Küppersbusch suchte einen neuen Gesprächsanfang, der auch mit dieser Frage gelang. Auch wenn für Reinhold Messner die Frage nicht neu war: "Das Gleiche hatte ihn tatsächlich kurz vorher schon ein kleiner Junge gefragt, ich war also gar nicht der erste.“

"Die Leute müssen die Schnauze voll haben"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Ich hatte sehr gehofft, dass Michelle Obama sagt: 'Okay, ich mach's'!"

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Gemeinsam blicken Thomas Koschwitz und Friedrich Küppersbusch in hr1 auch noch auf die Gegenwart, auf den Wahlkampfstart in den USA: "Ich hatte sehr gehofft, dass Michelle Obama sagt: „Okay, ich mach’s!“. Aber ihr Mann hat es zwei Legislaturperioden gemacht, sie wird wissen was das für ein Job ist", folgert Küppersbusch. Trump jedoch schaffe es, seinen Fans zu sagen, die anderen sind das Establishment und ich bin einer von euch. "Der Mann ist aus Teflon, da brät nichts an." Zum Ausgang der Wahl wünscht sich der Journalist, dass nicht die einzige logische Strategie kommt. "Es muss so schlimm werden, dass die Leute die Schnauze voll haben."

Der hr1-Fragebogen: "... dann kriege ich ein schlechtes Gewissen!"

Fragebogen Küppersbusch


Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 5.2.2020, 5-9 Uhr

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