Tobias Moretti (M) als Londoner Gangster MacHeath und seine Verbrecherbande in einer Szene des Films "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm"
Tobias Moretti (m.) als Londoner Gangster MacHeath und seine Verbrecherbande in einer Szene des Films "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" Bild © picture-alliance/dpa

"Und der Haifisch, der hat Zähne": Der Kinofilm "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" erzählt die Entstehungsgeschichte des Theaterstücks. Sehen Sie hier den Trailer.

"Die Dreigroschenoper" zählt zu den bekanntesten Werken des berühmten Dramatikers Bertolt Brecht. Inspiriert von der britischen "Beggar's Opera" von John Gay erzählt sie vom Machtkampf des Londoner Gangsters Macheath und dem Bettlerkönig Peachum. Das am 31. August 1928 in Berlin uraufgeführte Musiktheaterstück wurde ein Riesenerfolg. Die aufstrebende Filmindustrie wollte daran teilhaben und die Geschichte ins Kino bringen, doch Brecht hatte ganz andere Vorstellungen als die Produzenten. Es kam zum Eklat und schließlich zum Gerichtsprozess.

Starbesetztes Kino

Nun hat Joachim A. Lang, viele Jahre Leiter des Brecht-Festivals in Augsburg, die turbulenten Ereignisse von damals verfilmt. Prominent besetzt mit Lars Eidinger, Tobias Moretti, Joachim Król, Max Raabe und Hannah Herzsprung erzählt "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm", wie die Oper zum Erfolg wurde und was sich im Streit mit den Filmleuten alles hinter den Kulissen abspielte.

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Eidinger spielt Brecht

Eidinger spielt den Zigarre rauchenden Brecht, der seine Oper nicht nur als reine Unterhaltung sieht. In unruhigen Zeiten, als bittere Armut herrscht, die Welt auf eine globale Wirtschaftskrise zusteuert und der Nationalsozialismus aufkeimt, will er mit dem Film eine politische Botschaft verbinden. "Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, wie wir durchsetzen", stellt er fest. Die Filmleute dagegen träumen davon, dass der Film mit den populären Songs von Kurt Weill die Kinokassen klingeln lässt ("Und der Haifisch, der hat Zähne"). Brechts Vorstellungen lehnen sie als zu kompromisslos und radikal ab.

Regisseur Lang verwebt den Gerichtsstreit mit Brechts Vision eines Films. Nächtelang diskutiert der Autor mit dem Komponisten Weill (Robert Stadlober) und seiner Mitarbeiterin und Geliebten Elisabeth Hauptmann (Peri Baumeister). Eingewoben sind Szenen des Films, wie Brecht ihn sich vorstellt. Carola Neher (Hannah Herzsprung) spielt darin Polly, deren Vater Peachum (Joachim Król) die Bettlermafia organisiert. Zum Entsetzen ihres Vaters und ihrer Mutter (Claudia Michelsen) verliebt sie sich ausgerechnet in den berüchtigten Gangster Mackie Messer (Tobias Moretti).

Lars Eidinger als Bertolt Brecht und Meike Droste als seine Frau Helene Weigel in einer Szene des Films "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm"
Lars Eidinger als Bertolt Brecht und Meike Droste als seine Frau Helene Weigel in einer Szene des Films "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm". Bild © picture-alliance/dpa

Hauptdarsteller Lars Eidinger ist am Sonntag, den 16 September um 10 Uhr, zu Gast im hr1-Talk. Mit Moderator Marco Schreyl spricht der Schauspieler über über den Film, die Dreharbeiten und sein Verhältnis zu Bertolt Brecht.

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"Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" kommt am 13. September ins Kino.

Sendung: hr1, hr1 Koschwitz am Morgen, 13.9.2018, 5 Uhr

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