Polizeiruf 110: Kindeswohl: Kommissar Bukow (Charly Hübner) und Kommissarin König (Anneke Kim Sarnau)

Der neue Fall aus Rostock nimmt sich eines weitgehend unbekannten Themas an. Kommissar Bukow wird immer mehr zum Kotzbrocken. Auch, weil sein Sohn in die Ermittlungen verstrickt ist.

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„Ein düsterer Fall der zeigt, wie zerrissen das Rostocker Team ist.“ Zitat von hr1-Tatort-Experte Philipp Münscher
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Polizeiruf 110: "Kindeswohl" aus Rostock
Kommissare: Bukow und König (Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau)
Regie: Lars Jessen
Termin: 07.04.2019, 20:15 Das Erste

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Alexander Bukow (Charly Hübner) hat’s wirklich nicht einfach: Die Frau ist weg, mit den Kollegen gibt’s ständig Ärger und jetzt läuft ihm auch noch der Teenager-Sohn davon… Da braucht der Rostocker Kommissar ein ganz schön dickes Fell und man kann es ihm manchmal kaum verübeln, dass er sich oft wie ein echter Kotzbrocken verhält.

In Rostock wird der Leiter eines privaten Kinderheimträgers erschossen aufgefunden. Schnell gerät ein Heimkind in Verdacht. Keno (Junis Marlon) ist jedoch verschwunden – und zusammen mit ihm offenbar auch Samuel (Jack Owen Berglund), der Sohn von Kommissar Bukow. War Samuel auch an der Tat beteiligt oder ist er eine Geisel des als "Systemsprengers" eingestuften Kenos? Der Rostocker Kripo-Chef Henning Röder (Uwe Preuss) überträgt Katrin König (Anneke Kim Sarnau) die Leitung der Ermittlungen. Die Spur der beiden Jugendlichen führt nach Polen.

Polizeiruf thematisiert Umgang mit Pflegekindern

Kommissar Bukow nimmt seinen Sohn Samuel ins Gebet.

Weil Bukows Sohn beteiligt ist, darf der rauhbeinige Kommisar im Fall "Kindeswohl" nicht selbst ermitteln. Aber das funktioniert natürlich nicht. Kommisarin König kann sich sträuben wie sie will - sie wird den Kollegen nicht so einfach los. Und während die Ermittler auf dem Weg nach Polen sind, decken sie nebenbei auch auf, wie der Staat mit Pflegekindern umgeht.

Dass problematische Jugendliche gerne bei Familien im Ausland untergebracht werden, ist tatsächlich gängige Praxis. Doch diese Methode ist zumindest umstritten. Ein Verdienst des Polizeirufs "Kindeswohl" ist es, dieses Vorgehen zu thematisieren. Ansonsten ist der Fall ein sehr düsterer, der ein Rostocker Team zeigt, das mittlerweile ganz schön zerrissen ist.

Sicherlich nicht der stärkste Fall aus der Hansestadt. Aber doch die gewohnt gute Qualität. Deshalb gibt’s auch wieder 4 von 5 Blaulichtern.

Tatort-Tipp vier Blaulichter

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag 5.4. 2019, 9 Uhr

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