Arzt bei der Läusesuche
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Kopfläuse nisten sich gern auf Kinderköpfen ein, von alleine verschwinden sie jedoch nicht. Läusemittel versprechen sichere Behandlungen. Die Stiftung Warentest kann jedoch nicht alle Mittel empfehlen.

Kopfläuse verursachen meist Juckreiz, sind aber weniger schlimm als sie klingen: sie sind nicht gesundheitsschädlich, übertragen hierzulande keine Krankheiten und sind kein Anzeichen für schlechte Hygiene.

Läusemittel gibt es viele auf dem Markt, grob unterscheiden lassen sie sich aufgrund ihrer Basis: Ölhaltige sollen die Läuse ersticken und Insektengift beinhaltende lähmen die Nerven der Läuse. Für alle Läusekiller gilt: Damit sie sicher wirken, müssen Nutzer sie korrekt anwenden, unerlässlich ist auch ein Läusekamm bei der Behandlung.

Die Stiftung Warentest hat zwölf Mittel getestet

Die Hälfte der zwölf getesteten Mittel ist empfehlenswert. Am besten schneiden ölhaltige Läusemittel ab. Wichtig bei der Behandlung- und Einwirkzeit ist es hierbei, die Kinder von Brandquellen fernzuhalten, manche Mittel sind leicht entflammbar und führten schon zu schweren Unfällen. Die Mittel mit Insektengift wurden mit "auch geeignet" bewertet. Grundsätzlich wirken diese Mittel gut, doch es werden immer mehr Läuse unempfindlich dagegen.

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Tipps von der Stiftung Warentest

Testsieger sind die Mittel Dimet 20, EtoPril und Jacutin Pedicul. Sie enthalten das synthetische Öl Dimeticon. Goldgeist forte und InfectoPedicul enthalten Insektengifte und sind ebenfalls geeignete Läusebekämpfungsmittel.

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Diese Produkte fielen durch

Einige Mittel werden nur mit Einschränkung als geeignet bewertet. Die Schlusslichter Jacutin Pedicul Spray und SOS Läuse-Shampoo schneiden nur mit "wenig geeignet" ab, da ihre Wirkung nicht aureichend mit klinischen Studien belegt werden kann. Hausmittel, wie Essig, Sauna oder Teebaumöl kann die Stiftung Warentest nicht empfehlen. Auch für sie mangelt es an wissenschaftlichen Belegen.

Arztbesuch ist oft von Nöten

Für eine gute Wirkung müssen die empfohlenen Läusemittel großzügig aufgetragen werden, eine Flasche reicht da oft nur für zwei Behandlungen. Die meisten Mittel verschreibt der Kinderarzt, dann zahlt die Krankenkasse. Um den Besuch beim Arzt kommen Eltern meisten ohnehin nicht herum: Kitas und Schulen verlangen immer öfter ein Attest, dass das Kind läusefrei ist. Spätestens, wenn die zweite Selbstbehandlung nicht erfolgreich war, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Läuse erkennen

Wenn das Kind sich häufiger am Kopf kratzt und Sie den Verdacht auf Läusebfall haben, schauen Sie genau hin! Achten Sie vor allem auf die Schläfen, den Nacken und hinter den Ohren. Läuse sind wenige Millimeter lang, sechsbeinig, grau bis braun. Ebenfalls alarmierend sind kleine tropfenförmige Läuseeier. Am besten nehmen Sie sich einen Läusekamm zur Hilfe.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 29. August 2018, 9 Uhr

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