Beate Sander

Der Traum von Friedrich Merz: Eine Frau lernt im Rentenalter das Börsengeschäft und vervielfacht innerhalb weniger Jahre ihr Vermögen. Um Altersarmut muss sich Beate Sander keine Gedanken machen - auch weil sie mit eiserner Disziplin den Aktienmarkt verfolgt und mit 81 Jahren immer noch nicht an Ruhestand denkt.

Sie kennt sich aus: Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Beate Sander mit der Börse, schreibt selbst Bücher und ist fleißig am Investieren. Ihr Credo verrät sie auch in hr1-Koschwitz am Morgen: "Breit gestreut, nie bereut." Damit gelang der heute 81-Jährigen schon vor sechs Jahren die erste Million.

Jeden Tag um vier Uhr raus

Der frühe Vogel fängt den Wurm - das weiß auch Beate Sander, und steigt deshalb täglich um vier Uhr aus den Federn. Bei ihrem genau getakteten Tagesablauf braucht sie dabei nicht einmal einen Wecker. Als erstes werden Emails beantwortet, die Kurse des amerikanischen Abendhandels gecheckt und Texte für ihre Börsen-Kolumne verfasst. Danach geht's ab ins Fitnessstudio, bevor sich die Ulmerin gegen neun Uhr ans tägliche Aktiengeschäft macht.

Bis zu elf Stunden am Tag arbeitet die Rentnerin, die bis zu ihrem Ruhestand Realschullehrerin war. Als solche startete sie in den 90ern eine Börsen-AG und schrieb bereits Lehrbücher über die komplizierte Welt steigender und fallender Kurse. Los ging's mit "Der kleine grüne Dax" und "Börseneinstieg mit Spaß und Spannung" - bis heute hat sie über 60 Sachbücher zu diesem und anderen Themen geschrieben. Wichtig ist ihr dabei, dass sie den Stoff selbst kennt und schon erlebt hat.

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Aus 30.000 mach 1.000.000

Ihre erste eigene Aktie kaufte die zweifache Mutter 1996. Erst als ihre Kinder das Studium hinter sich hatten, begann sie im größeren Stil zu investieren. Insgesamt 30.000 DM setzte sie zur Zeit der Jahrtausendwende ein, legte das meiste davon langfristig an und blickt heute auf ein siebenstelliges Vermögen (natürlich in Euro).

Sanders Geheimwaffe: Sie liest sich in jede Materie ein und kann daher bei Technologieaktien genauso mitreden, wie bei den Big Playern à la Amazon, Microsoft oder Netflix. Und: Auch zu Crash-Zeiten bleibt sie ruhig und lässt sich nicht zu Panikverkäufen hinreißen.

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Die Hoch-Tief-Mut-Strategie von Beate Sander

  • Das wichtigste ist die Kenntnis des Marktes. "Ich versuche mich vor allem in Zukunftsmärkten immer besser auszukennen", sagt Sander, für die es immer etwas besonderes ist, Neues zu lernen.
  • "Breit gestreut, nie bereut": Wer wirklich Geld auf dem Parkett machen will, sollte sich nicht auf eine oder wenige Anlagen verlassen.
  • Investitionen sollten immer langfristig angelegt sein. Wer länger anlegt, verliert seltener. Außerdem ist der Verkauf von Alt-Aktien steuerfrei.
  • Wer das Geld hat, sollte es auch nutzen: Sander tätigt keine Anlagen unter 1000 Euro pro Titel.
  • In Crash-Zeiten ist Mut gefragt: Tiefe Kurse nutzt die Expertin für Zukäufe,...
  • ... hohe Kurse dagegen nutzt sie zum Verkauf. Aber: "Ich würde niemals meine besten Rennpferde komplett verkaufen."
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Gartenarbeit als Ausgleich

Da die Rentnerin seit dem Tod ihres Mannes alleine lebt, hat sie kein Bedürfnis nach Freizeit und Urlaub. Stattdessen freut sie sich, ihr Wissen mit anderen teilen zu können, und gibt Börsenkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an der Volkshochschule. Sonst steht sie gerne im Garten, kümmert sich um ihre Beete und tut zumindest wie eine ganz normale Seniorin.

Sendungsbezug: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 23. Juli 2019, 5 Uhr

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