Mit ein paar Tipps kann auch der Hund die Urlaubsreise genießen.
Mit ein paar Tipps kann auch der Hund die Urlaubsreise genießen. Bild © picture-alliance/dpa

Mit dem besten Freund auf vier Pfoten in den Urlaub fahren. Das ist oft nur für den Menschen eine Freude. Damit die Fahrt auch für den Hund nicht zur Qual wird, gibt es einiges zu beachten.

Egal ob mit dem Auto oder mit der Bahn - reisen ist für die meisten Hunde erstmal anstrengend. So viele Geräusche, so viele neue Gerüche, so viele fremde Menschen. Trotzdem muss man nicht unbedingt auf die tierische Gesellschaft im Urlaub verzichten. "Entscheidend ist, dass man den Hund an die Reise gewöhnt", sagt Hundetrainer Uwe Bräuer von der Apollo Hundeschule im nordhessischen Liebenau.

Training ist alles

Dazu empfiehlt der Experte, den Hund im Optimalfall ab zwei Monaten vor einer größeren Reise an das zu gewöhnen, was ihn dabei erwartet. "Am besten man fängt erstmal mit kleineren Strecken mit Auto oder Bahn an und steigert das Pensum dann", so Bräuer. Wichtig sei, dass der Hund die Reiseumgebung mit all ihren Reizen kennen lernt. "In den meisten Hundeschulen werden solche Situationen auch schon trainiert."

Mit Hund reisen
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Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Hund zu jeder Zeit Zugang zu Wasser hat, um gerade bei warmen Temperaturen den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. "Völlig abraten würde ich davon, den Hund in Autos mitzunehmen, die gar keine Klimaanlage haben", sagt Hunde-Experte Bräuer. Je nach Größe des Hundes kann auch eine Transportbox hilfreich sein.

Beobachten, ob sich der Hund wohlfühlt

Jedenfalls sollte man seinen Hund genau beobachten und erkennen, wie er die Reise verträgt. Es gibt Hunde, die Fahrten lieben und Andere, die es überhaupt nicht mögen. "Wenn das Tier unruhig ist, sich nicht hinlegen will, hechelt und anfängt zu sabbern, dann sind das klare Zeichen dafür, dass der Hund sich nicht wohlfühlt. Dann wäre es eigentlich angebracht, dem Tier die Reise nicht zuzumuten. "Von Reisetabletten, die den Hund ruhig stellen sollen, rate ich auf jeden Fall ab", so Bräuer.

Auch wenn die Fahrt beendet ist und man erfolgreich am Urlaubsort angekommen ist, gibt es noch wertvolle Tipps für Hundehalter, gerade für diejenigen, die in den warmen Süden verreisen. "Man sollte darauf achten, dass man mit dem Hund nicht unbedingt über den heißen Teer läuft. Das kann sehr unangenehm werden", sagt Hundetrainer Bräuer. Besser ist es, mit dem Vierbeiner wenn möglich über Wiesen zu laufen.

Ein bisschen Kälte in warmen Gefilden

Zudem tue es dem Tier gut, wenn man seine Körpertmeperatur ein wenig runterfährt. "Dazu kann man kaltes Wasser auf die Pfoten und die Lefzen geben", so Bräuer. Ein großer Fehler ist es, den ganzen Körper des Hundes mit Wasser zu übergießen. Dann nämlich sorgt man dafür dass das Fell am Körper anklebt und dann wie ein dicker Pulli wirkt. Mit all diesen Tipps sollte der Urlaub mit Hund gelingen.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 02.07.2018, 10 Uhr

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