Blutdruckmessgerät

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. 2018 litten rund 19 Millionen Menschen in Deutschland darunter. Dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkt, Thrombose und Schlaganfall. Damit es gar nicht so weit kommt, können Sie hohem Blutdruck mit natürlichen Mitteln entgegenwirken.

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer eins. Laut Experten wird bei immer mehr Menschen Bluthochdruck diagnostiziert. Bei mehr als jedem vierten gesetzlich Krankenversicherten (26,3 Prozent) diagnostizierten Ärzte im Jahr 2018 einen erhöhten Blutdruck (Hypertonie), das sind rund 19 Millionen Menschen. 2009 waren es noch keine 17 Millionen gewesen.

120/80 mmHg ist der Idealwert

Als Idealwert beim Blutdruck gilt ein Index von unter 120/80 mmHg, also ein systolischer Wert von unter 120 Millimeter Quecksilbersäule und ein diastolischer Wert von unter 80 Millimeter Quecksilbersäule. Messungen zwischen 120/80 bis 140/90 sind normal.

Liegt der Blutdruck auf Dauer über 140/90 handelt es sich um Bluthochdruck (Hypertomie). Dagegen sollte der Betroffene etwas tun, denn wenn das Blut mit zu hohem Druck dauerhaft durch die Adern fließt, leiden die Gefäße und in der Folge auch Herz und Hirn.

Natürliche Blutdrucksenker besser als medikamentöse Behandlung

Die einfachste Behandlung sind Tabletten: ACE-Hemmer, Entwässerungstabletten (Diuretika) oder Betablocker. Diese rückten in den vergangenen Jahren allerdings aufgrund erhöhter und starker Nebenwirkungen immer mehr in die Kritik. Eine gesündere Lebensweise wirkt meist genauso gut wie Tabletten.

Diese natürlichen Möglichkeiten verhelfen zu einem niedrigeren Blutdruck:

Bewegung: Mit einem gut durchdachten Sportprogramm ist bei einem Bluthochdruck eine Verringerung der Werte um etwa 5 bis 10 mmHg zu erwarten, wobei sich die Wirkung von Mensch zu Mensch je nach Veranlagung deutlich unterscheiden kann.

Salzersatz: Die täglich 10-15 Gramm Salz in unserer Ernährung sind einfach zu viel. Selbst ohne hohen Blutdruck sollten wir nur 5 bis 6 Gramm aufnehmen. Da das Gewürz bei den meisten Hypertonikern den Blutdruck ansteigen lässt, können sie durch Salzverzicht besonders viel erreichen. Dass Speisen mit wenig Salz gezwungenermaßen fade schmecken, ist eine zwar weit verbreitete, aber falsche Vorstellung, was nicht zuletzt die mediterrane Küche beweist. Oft kann man mit ausgewählten Gewürzen und frischen Kräutern sogar einen deutlich besseren Geschmack erzielen als mit der üppigen Verwendung von Salz. Auf gepökeltes und geräuchertes Fleisch oder Fisch sollte man genauso verzichten wie auch auf zu viel Wurst, Käse und Fast Food.

Weitere Informationen

Die besten natürlichen Blutdrucksenker

Magnesium: Enthalten in Speisekleie, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen, Petersilie.
Folsäure: Enthalten in Getreidekeimen, Hefen, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse, Orangen.
Omega-3-Fettsäuren: In Fischöl aus Lachs, Hering, Thunfisch und Makrele sowie Chiasamen, Leinsamen und Walnüsse.
Kalium: In Bananen, Hülsenfrüchten, Nüssen, Trockenfrüchten und Spinat, Tomaten.
Resveratrol: In roten Trauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüssen.
L-Arginin: In Erdnüssen, Mandeln, Sojabohnen, Meeresfischen und Geflügel.
Nitrat: In Roter Beete, Feldsalat, Spinat, Endiviensalat, Grünkohl, Wirsing und Radieschen.

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Alkoholkonsum beachten: Alkohol kann ab bestimmten Mengen den Blutdruck erhöhen. Männern wird empfohlen pro Tag nicht mehr als 20 g Alkohol zu trinken, was je nach Alkoholgehalt zum Beispiel 250 ml Wein am Tag entsprechen kann. Frauen sollten dagegen nicht mehr als 10 g Alkohol pro Tag trinken, nicht nur wegen des geringeren Körpergewichtes, sondern auch weil sie den Alkohol langsamer abbauen.

Blutdrucksenkende Lebensmittel: Möglichst unverarbeitete Lebensmittel-Öle mit ungesättigten Fettsäuren wie zum Beispiel Rapsöl senken den Blutdruck auf natürliche Weise. Aber auch frischer Fisch, wenig Fleischkonsum sowie Gemüse und Obst helfen dabei. Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees wirken ebenfalls blutdrucksenkend.

Schonende Saunagänge: Der Blutdruck ist in der Ruhephase nach der Sauna noch deutlich niedriger als vor dem Saunabesuch. Für die Blutdrucksenkung ist zum Teil ein Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen verantwortlich. Studien haben aber gezeigt, dass bei regelmäßigem Saunieren eine dauerhaft günstige Wirkung auf die Blutdruckregulation zu erwarten sei, die nicht allein durch den Flüssigkeitsverlust zu erklären ist. Als wesentlicher Faktor für die Blutdrucksenkung durch Saunieren wird eine funktionelle Verbesserung der Innenschicht der arteriellen Gefäße angenommen, wie sie auch regelmäßiges Ausdauertraining mit sich bringt. Aber auch die Regulation der Stresshormone kann durch regelmäßige Saunagänge günstig beeinflusst werden.

Stress abbauen: Im Alltag Stress zu vermeiden, ist leichter gesagt als getan. Allerdings treiben Dauerstress oder belastende Erlebnisse den Blutdruck nach oben. Entspannungsübungen wären eine Überlegung wert.

Sendung: hr1 am Vormittag, 29.9.2020, 9-12 Uhr

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