Das Weinhähnchen ist eine Grillen-Gattung
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Das Weinhähnchen ist kein regionales Schmorgericht, sondern ein putzmunteres Kerlchen, das nur wenige Millimeter misst und seine Nachbarschaft mit seinem schrillen Balzgesang nervt.

Die sommerliche Witterung ist ideal für Gartenfeste und lange Grill-Abende. Nach Einbruch der Dunkelheit kommt aber auch ein kleines Tierchen in Fahrt, das mit seinem Lockruf auf Brautschau ist: das Weinhähnchen, eine Heuschreckenart, die zur Unterfamilie der Blütengrillen zählt.

Nächtlicher Minnesang

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Das Weinhähnchen ist eine Grillen-Gattung

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Das Zirpen des Weinhähnchens

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Mit nur wenigen Pausen unterhält das männliche Weinhähnchen fast die ganze Nacht hindurch mit seinem typischen Gesang die Nachbarschaft. Im Sekundentakt erzeugt das fortpflanzungslustige Männchen feine "drüüüü-drüüü"-Silben. Diese entstehen durch Aneinanderreiben der Vorderflügel, die steil zu einer Art "Schalltrichter" aufgestellt werden.

Naturtalent als Bauchredner

Wenn das Männchen seinen Körper dreht, klingt es so, als ob der Gesang wie bei einem Bauchredner aus einer anderen Ecke ertönt. Deshalb sind diese unscheinbaren Tiere schwer zu orten. Allerdings nur für den Menschen. Die angelockten Weibchen finden den romantischen Minnesänger zielsicher.

Nicht nur Luft und Liebe leben

Da auch ein Weinhähnchen nicht nur von Luft und Liebe leben kann, stehen zarte Blütenteile wie Staub- und Blütenblätter auf seinem Speiseplan. Aber auch tierische Kost wie Blattläuse, Spinnen und Insektenlarven.

Sendung: hr1, Koschwitz am Morgen, 14.8.2018, 5 Uhr

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