Alternative Milch

Wer nach Milch sucht, findet längst nicht mehr nur noch Vollmilch und H-Milch im Supermarktregal. Zahlreiche Marken haben sich auf ein breites Angebot an Alternativen zu dem beliebten Frühstücksgetränk und Kaffeezusatz spezialisiert. Wir haben für Sie die bekanntesten Milchersatzprodukte zusammengestellt.

Die Kuhmilch hat Konkurrenz - nicht von Ziegen- oder Schafsmilch, die eher zu Käse verarbeitet werden, sondern von einer Reihe pflanzlicher Produkte. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Laktoseintoleranz oder vegane Ernährung gehören ebenso dazu, wie der Wunsch, Neues auszuprobieren - und der Geschmack ist tatsächlich ganz unterschiedlich. Mittlerweile ist der Markt an Pflanzendrinks so schnell gewachsen, dass man fast den Überblick verliert. Hier haben Sie den Durchblick:
Hanfdrink
Reisdrink
Mandelmilch
Haselnussmilch
Lupinenmilch
Sojamilch
Kokosmilch
Haferdrink
Erbsendrink

1. Hanfdrink - glutenfrei und cremig

Die Hanfmilch hat ein nussiges Aroma und eine leicht cremige Konsistenz. In ihr stecken wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Sie ist glutenfrei, cholesterinfrei und arm an gesättigten Fettsäuren.

2. Reisdrink - allergiearm und geschmacksneutral

Durch das Fermentieren bei der Herstellung von Reis- und Hanfdrinks entsteht ein etwas süßliches Aroma. Reisdrinks sind jedoch meist neutraler im Geschmack als andere Getreidedrinks. Außerdem sind sie glutenfrei und ideal für Allergiker, etwa für Menschen mit Laktoseintoleranz, Zöliakie oder einer Allergie gegen Soja und Nüsse. Diese Milchalternative enthält zudem weniger Eiweiß als andere Drinks.

3. Mandelmilch - fein fürs Müsli und im Kaffee

Mandelmilch hat ein leicht süßliches Aroma mit einem Hauch von Marzipan. Sie eignet sich besonders gut als Milch-Alternative im Kaffee oder Tee, für Müsli und Smoothies und zum Backen oder für Süßspeisen. Mandeldrinks sind in unterschiedlichen Sorten zu haben: aus ungerösteten oder gerösteten Mandeln, gesüßt, ungesüßt oder aromatisiert mit Vanille. Auch in Kombination mit anderen Zutaten wie Hafer oder Dinkel sind sie zu haben.

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Wie werden Pflanzendrinks gemacht?

Pflanzendrinks sind sogenannte wässrige Extrakte: Zur Herstellung eines Drinks aus Nüssen, Getreide, Reis oder anderen Hülsenfrüchten wird die Zutat eingeweicht oder gewässert, um dann feucht vermahlen zu werden. Übrigens: Hafer- und Reismilch lässt sich auch preiswert und einfach selbst machen. Die alternativen Drinks gleichen der Milch farblich und in der Konsistenz, sie können auch zum Backen oder Kochen verwendet werden.

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4. Haselnuss- und Cashewmilch - köstlich für Kakao

Milchalternativen auf Nuss-Basis gibt's mit Haselnüssen, Cashewnüssen und Macadamia. Nussdrinks schmecken besonders gut gekühlt, aber auch heiß, verfeinert mit einem gehäuften Esslöffel Kakaopulver. Als Sahneersatz im Kaffee, im Tee und für Süßspeisen läßt sich Haselnussmilch auch prima einsetzen.
Nüsse und dabei vor allem Cashewnüsse eignen sich perfekt für die eigene Herstellung von Alternativen zu Milch und Milchprodukten.

5. Lupinenmilch - meist made in Germany

Lupinendrinks sind noch selten in den Regalen von Bioläden, Supermärkten und Discountern zu finden. Lupinen haben rosa Blüten und gehören zur gleichen Familie wie Erbsen, Kichererbsen und Erdnüsse. Diese Milchalternative hat mit Abstand die beste Ökobilanz. Denn die Süßlupine, die das Eiweiß für die Drinks liefert, kann direkt in Deutschland angebaut werden. Das erspart lange Transportwege. Als sogenannte Stickstoffbinder haben Süßlupinen außerdem eine positive Auswirkung auf den Ackerboden. Lupinendrinks sind pur oder als Schokoladen- und Vanille-Varianten sowie als Mix mit Erdmandeln zu haben.

6. Sojamilch - der Klassiker mit tollem Schaum

Sojamilch wird aus Sojabohnen und Wasser hergestellt. Sie ist wegen des enthaltenen Lecithins - einem natürlichen Emulgator - hervorragend zum Aufschäumen und für Backrezepte geeignet. Sojadrinks sind ungesüßt zu haben, aber auch als Lightversion, mit Vanille-, Schokoladen- und Bananengeschmack sowie angereichert mit Calcium und Vitaminen oder als Mix mit Reis oder Hafer. Sojamilch gehört zu den beliebtesten Milchalternativen und ist oft am leichtesten erhältlich. Sie ähnelt in ihren Hauptnährstoffen Milch am stärksten [1], enthält aber bei gleichem Eiweißgehalt teilweise weniger Kalorien, Zucker und Fett.

7. Kokosmilch - erfrischend und super Sahneersatz

Kokosmilch ist eine gute Sahne-Alternative, sie eignet sich aber auch für Smoothies oder Müsli. In asiatischen Gerichten wie Currys kann man auch etwas Kokosnussdrink zugeben, wenn keine klassische, fettere Kokosmilch im Vorratsschrank ist. Kokosdrinks gibt's auch in Form von alkoholfreien Cocktails, verfeinert mit Ananassaft oder mit Schokoladengeschmack - diese drei Varianten sind eisgekühlt herrlich erfrischend.

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Die "gemolkene" Nuss

Kokosmilch besteht zu einem großen Teil aus Kokosnussextrakt - der "Kokosmilch", die mit Wasser verdünnt wird. Ein Kokosdrink enthält weniger als 10 Prozent Kokosmilch oder -fruchtfleisch und ist eher eine Alternative zu Milch.

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8. Haferdrink - prima fürs Porridge und Backen

Durch den Abbau der Stärke während der Fermentation schmecken diese Drinks dezent süß und kommen ohne Zuckerzusatz aus. Eine Portion Haferdrink ist ein idealer Ersatz für Kaffeesahne, der sich zudem gut für eine Crema aufschäumen läßt. Diese Milch-Alternative schmeckt auch lecker im Müsli und eignet sich für warmes Porridge oder zum Backen.

9. Erbsendrink - noch selten und sehr ballaststoffreich

Erbsendrinks sind noch rar auf dem Markt. Das könnte sich bald ändern. Denn das Erbsenprotein liefert nicht nur für Veganer einen guten Grundstoff, sondern macht auch diese Milchalternative bei verhältnismäßig wenig Kalorien zu einer optimalen Eiweißquelle. Inulin und Leinöl sorgen für ein cremiges Mundgefühl und zudem für natürliche Ballaststoffe sowie Omega-3-Fettsäuren.

Sendung: hr1, hr1 am Vormittag, 26. Juni 2019, 9 Uhr

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