Auf Holzbohlen geht es durch die Schwanheimer Düne in Frankfurt.

Vom Osthafen über den Niddapark bis zu den Schwanheimer Dünen: hr1-Reporterin Waia Stavrianos hat mit dem Rad die Mainmetropole erkundet und dabei viele schöne und unbekannte Ecken entdeckt.

Vielen meinen, mit dem Rad durch Frankfurt zu fahren, mache keinen Spaß. Dabei gibt es viele Kleinode, Grünflächen und sogar eine echte Düne im Stadtgebiet. Mit einer drei- bis fünfstündigen Tour lassen sich diese Plätze entdecken. Mit ein paar Pausen in Ausflugslokalen kann man sogar einen Tagesausflug daraus machen.

Osthafen und EZB

Osthafen Frankfurt mit EZB

Unsere Tour startet in Sachsenhausen. Los geht’s Richtung Mainufer und zum Hafenpark, einer großen Freizeitanlage bei der EZB. Dort gibt es verschiedene Ballsportfelder und eine sehr gute Skateranlage, viel Grün und Bänke zum Entspannen. Der Charme des Osthafens liegt über allem. Ehemalige Industriekultur am Wasser, jetzt ein Freizeitort mitten in einem der neueren Stadtteile Frankfurts.

Wallanlagen

Weiter geht es zu den Wallanlagen mitten im Cityring. Wo einst Festungsmauern standen, sind im 19. Jahrhundert große Parkanlagen und Flaniermeilen im Stil des englischen Landschaftsgarten anglegt worden, die man mit dem Rad durchqueren kann. Hier gibt es einen Teich mit Wasserfontänen, Kinderspielplätze und blühende Lindenbäume, deren schwer-süßer Duft überall in der Luft liegt.

Volkspark Niddatal

An der Alten Oper angekommen, führt der Weg zum Grüneburgpark und zum Botanischem Garten mit seinen unterschiedlichsten Bäumen und Pflanzen aus aller Herren Länder. Von dort aus fährt man zum sogenannten Buga-Gelände. Heute heißt es Volkspark Niddatal. Es ist die größte und meist besuchte Grünanlage Frankfurts mit rund 170 Hekter. Viele alte Bäume und bunte Wiesen bringen das Flair einer Landpartie, das Flüsschen Nidda ist hier der Namensgeber dieser Auenlandschaft. Im Sommer gibt’s Wasserspiele für Kinder, angrenzend ein weitläufiger Spielplatz. Hier kommt sogar der Eismann mit dem Wagen vorbei.

Schwanheimer Düne

Nach einer Rast im Grünen oder Einkehr in die dortige Gaststätte beim Spielplatz geht es an der Nidda entlang bis Höchst zur Mainmündung. Von dort können Fußgänger und Radler mit der Fähre nach Schwanheim übersetzen. Und hier gibt’s was zum Staunen. Die Schwanheimer Düne, eine ehemalige Wanderdüne inmitten einer Mittelgebirgslandschaft. Sie ist vor rund 10.000 Jahren in der letzten Eiszeit entstanden. Der Wind hat feinen Sand aus dem Main-Flussbett geblasen. Weil auf diesem kargen Boden Pflanzen nur langsam Fuß fassen können, ist die Düne gewandert, bis sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts an ihrem jetzigen Ort im Westen von Schwanheim sesshaft geworden ist. Das Naturschutzgebiet ist mit knorrigen Nadelbäumen bewachsen, überall riecht es nach Harz und es fühlt sich an wie in Italien. Über Bohlen kann man hindurch laufen oder das Fahrrad schieben.

Auf dem Rückweg nach Sachsenhausen fährt man am besten am Mainufer entlang, vorbei an Schrebergärten, Bootsstegen, einem Ruderclub und dem Licht und Luft Bad. Überall grünt und blüht es. Und vielleicht haben Sie ja Lust bekommen, auch einmal mit dem Rad in Frankfurt auf Entdeckunsgreise zu gehen.

Sendung: hr1 am Vormittag, 10.6.2020, 9-12 Uhr

 

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