Repicturing Homeless
Bild © gettyimages

Kleider machen Leute – das kann positiv oder negativ sein. Oft werden Menschen vorschnell, einzig und allein aufgrund des Äußeren, verurteilt. Besonders hart trifft das Obdachlose. Die Aktion "Repicturing Homeless" setzt ein Zeichen.

Getty Images, eine renommierte Bildagentur, "fiftyfifty", ein düsseldorfer Straßenmagazin und die Kommunikationsagentur Havas starteten Anfang letzten Jahres die Kampagne "Repicturing Homeless".

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Ziel dieser Kampagne ist es, ein neues Bewusstsein zu schaffen: Menschen, die auf der Straße wohnen, führen meist ein Leben in der Anonymität. Die Initiative "Repicturing Homeless" holt sie zurück in die Mitte der Gesellschaft.

Das Projekt

Für das Projekt wurden obdachlose Düsseldorfer engagiert, die das Straßenmagazin "fiftyfifty" verkaufen. Mit ihnen wurden einige der beliebtesten Bildmotive von Getty Images nachgestellt, wie zum Beispiel Geschäftsmann, Modedesigner oder Koch. Die Obdachlosen wurden dafür frisiert, rasiert, neu eingekleidet und im Rahmen eines Fotoshooting abgelichtet. Die Unterschiede sind verblüffend.

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Philipp Muehlenkord, Director Marketing bei Getty Images, sagte dazu: "Die Bildsprache ist die meistgesprochene Sprache unserer Zeit und kann bei der Schaffung und beim Abbau von Stereotypen eine große Rolle spielen."

Umdenken statt schlechtem Gewissen

Dabei sollen die Bilder kein schlechtes Gewissen provozieren, sondern zum Nachdenken und kritischem Hinterfragen der eigenen Vorurteile animieren. Es geht darum, den Betrachter zu einem Umdenken zu bewegen, damit Obdachlose wieder als Menschen wahrgenommen werden.

Der Erlös, der über die Lizensierung der Bilder auf gettyimages.com und auf iStockphoto.com eingenommen wird, kommt dem Straßenmagazin "fiftfifty" und damit Obdachlosen zugute.

Sendung: hr1, hr1-Koschwitz am Morgen, 24. Januar 2019, 5 Uhr

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