Eine junge Frau hält sich ein Taschentuch vor das Gesicht
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Wir geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie Peinlichkeiten entgehen, und wie Sie es vermeiden können, Menschen aus Ihrem Umfeld anzustecken – sei es zu Hause oder im Büro.

Rücksichtnahme bei Begrüßungen

Wer von Grippe, Schnupfen oder Husten geplagt wird, kann kaum jeden Kontakt mit anderen Menschen in der Öffentlichkeit vermeiden. Der von vielen Deutschen bei einem Treffen als obligatorisch betrachtete Händedruck kann zum "Virentransporteur" erster Güte werden. Deshalb sollte Rücksichtnahme bei Begrüßungen ein Höflichkeitsgebot sein. Regelmäßiges Händewaschen oder das Benutzen von desinfizierenden Mitteln hilft der Virenverbreitung entgegenzuwirken. Ein kurzer Hinweis, wie: "Ich möchte Ihnen heute lieber nicht die Hand geben, weil ich erkältet bin" hilft Missverständnissen vorzubeugen.

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Andere Länder, andere Sitten

Die Gefahr, Viren durch Händeschütteln zu übertragen, existiert in vielen anderen Ländern nicht, denn dort läuft die Begrüßung per Küsschen (Frankreich, mediterrane Länder) oder per Verbeugung ab (Japan, China, Thailand). In der Öffentlichkeit zu niesen, ist in Südkorea ein Tabu, in China zumindest nicht gerne gesehen. Auch das Naseputzen ist in vielen asiatischen Ländern verpönt, zumindest in der Öffentlichkeit. Dort ist jedoch das Hochziehen des Nasensekrets salonfähig.

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Richtig Nase putzen

Der Knigge empfiehlt, sich beim Naseputzen leicht von den Mitmenschen wegzudrehen und leise zu schnäuzen. Generell gilt: Papiertaschentücher sind wesentlich hygienischer als Stofftaschentücher. Doch entsorgen Sie die Taschentücher so schnell wie möglich im Papierkorb, sie gehören nicht auf den Schreibtisch!

Hand vor den Mund?

Wenn Sie beim Husten oder Niesen Ihre Hand vor den Mund halten, landen die Bakterien - Taschentuch hin oder her - auch auf der Hand. Das bedeutet wiederum eine erhöhte Ansteckungsgefahr für alle, die Sie berühren. Aber auch beim nächsten Griff an die Türklinke oder dem Druck auf den Fahrstuhlknopf werden die Krankheitserreger leicht weiter verbreitet. Besser ist es deshalb, in die Armbeuge zu husten oder zu niesen. Und nochmal: Regelmäßiges Händewaschen hilft, die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Gesundheit wünschen oder nicht?

Wenn jemand niest, kommentieren Sie das nicht, auch wenn man das fast automatisch tut. Die Reaktion hat nämlich ursprünglich eine ganz andere Bedeutung: Im Mittelalter war ein starkes Niesen eines der ersten Symptome dafür, dass jemand die Pest hat. Wenn also jemand an einem vorbei ging, der nieste, sagte man "Gesundheit" – aber zu sich selbst. Es war quasi ein Stoßgebet zum Himmel, oh Gott, lass mich bloß nicht auch krank werden. Der Wunsch galt also gar nicht dem Kranken. Deswegen ist es heute eine eher unhöfliche Geste. Und andere Körperlaute kommentieren wir ja auch nicht.

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Gesundheit! - Was sagt man in anderen Ländern?

  • Bless You! (Englisch)
  • À tes souhaits! bzw. À vos souhaits! (Französisch)
  • Jietses! (Griechisch)
  • Salute! (Italienisch)
  • Gezondheit! (Niederländisch)
  • Na zdrowie! (Polnisch)
  • Saúde! (Portugiesisch)
  • Bud zdorov! (Russisch)
  • Prosit! (Schwedisch)
  • Jesús oder Salud! (Spanisch)
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Sendungsbezug: hr1, hr1 am Vormittag, 19.11.2018, 9 Uhr.

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