Eichenprozessionsspinnerraupe
Die Raupe des Eichenprozessionsspinners. Bild © picture-alliance/dpa

Die Eichenprozessionsspinner kennt man eigentlich aus dem Rhein-Main-Gebiet und südlich davon. Mittlerweile hängen sie aber auch an Eichen in Mittel- und Osthessen. Der Schädling ist gefährlich für Menschen. Unser Experte erklärt, was man bei Kontakt tun sollte.

Hubschrauber versprühen Insektizid gegen Eichenporzessions-Spinner.
Hubschrauber versprühen Insektizid gegen Eichenprozessions-Spinner. Bild © picture-alliance/dpa

In Hessen ist der Eichenprozessionsspinner (lateinisch: Thaumetopoea processionea ) auf dem Vormarsch. Die raupenähnlichen Tiere sitzen in lichten Wäldern, aber auch an einzelnen Bäumen, und haben sehr lange Härchen. Und die können für Menschen ganz schön gefährlich werden. Die Härchen können in die Haut eindringen und sogar in die Augen und in die Atemwege gelangen. In Fulda zum Beispiel sind ganze Wege gesperrt worden, weil über 40 Nester gefunden worden sind. Und die müssen erstmal beseitigt werden.

Was tun beim Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner?

Die Tipps dazu hat der Hautarzt und Allergologe Dr. Robert Werner aus Offenbach in hr1 gegeben:

  • Vermeiden Sie Kontakt mit den Raupen und Gespinsten, halten Sie Abstand, setzen Sie sich in der Nähe nicht auf den Boden.
  • Auch wenn die Raupen vernichtet sind, können übriggebliebene Härchen noch jahrelang den Giftstoff freisetzen.
  • Schutzkleidung tragen, wenn man sich (zum Beispiel beruflich) in befallenen Gebieten aufhalten müssen. Auch Schutzbrille und Staubmaske sind sinnvoll.
  • Wenn Sie in die Nähe befallener Bäume gekommen sind: Duschen, gründlich Haare waschen, Kleidung wechseln und am besten gleich in die Waschmaschine.
  • Eichenprozessionsspinner-Gespinste im Garten nicht selbst entfernen, sondern einen professionellen und staatlich anerkannten Schädlingsbekämpfer oder entsprechend ausgerüsteten Baumpfleger engagieren.
  • Die Gespinste nicht abflammen oder abspritzen – das verbreitet die Gifthaare nur noch mehr und wirbelt sie auf!
  • Wenn Sie einen Befall an einem öffentlichen Platz entdeckt haben, informieren Sie die Gemeindeverwaltung, das Umwelt- oder Gesundheitsamt.

Sendung: hr1, hr1 Start, 19. Juni 2018. 7 Uhr

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