Pfingsten bedeutet für viele: Familienausflüge, Freunde besuchen, Zeit zusammen genießen in der Natur. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Corona-Krise fordert Abstand statt Zusammensein. Experten sind sich einig: Wir schaffen das nur, wenn wir zusammenhalten, auf uns und andere achten. Viele Menschen werden kreativ, um trotzdem mit anderen in Kontakt zu bleiben. Und wir staunen in dieser Zeit, was alles möglich ist, wenn die Welt zusammenhält.

Trotz Abstandsregeln und Quarantäne-Maßnahmen hat Corona das Gefühl von Zusammengehörigkeit gestärkt. Soziologen beobachten, dass viele in der Krise ein stärkeres Gefühl des Zusammenhaltes haben. Es gibt eine Art Corona-Lebensgefühl, das uns die Erfahrung erlebbar macht, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das hat positive Effekte auf die Zufriedenheit. Lässt sich dieses Gemeinschaftsgefühl über die Krise hinaus "retten"?

Weltstars öffnen ihre Wohnzimmer als Bühne

Partnerschaften wurden in den letzten Wochen auf die Probe gestellt, wer zusammenlebt, spürte den Lagerkoller und fühlte sich eingesperrt. Psychologen berichten, das habe nicht nur negative Auswirkungen. Sich nicht ausweichen zu können, war oft auch ein Schritt zu tatsächlicher innerer Nähe. Etwas Schweres gemeinsam zu bewältigen, schweißt zusammen. Und erste Studien ergeben, dass Menschen, die in Partnerschaften leben, die Corona-Krise zufriedener überstehen konnten als Alleinlebende. Wenn sich Partnerschaften in der Krise bewährt haben: welche Regeln kann man daraus ableiten? Was macht Partnerschaften krisenfest und dann bestenfalls auch langlebig? Wir fragen nach.

Ein Knirps umarmt die Menschen mit seiner Musikkomposition

Viele Menschen werden kreativ, um trotz Krise mit anderen in Kontakt zu bleiben. Und wir staunen in dieser Zeit, was alles möglich ist, wenn die Welt zusammenhält. Sogar Chöre treffen sich virtuell am Computer, um zu proben und neue Stücke vorzubereiten für die Zeit, wenn wieder Aufführungen möglich sein werden. Ganz zu schweigen von den unzähligen Beispielen persönlicher Hilfsbereitschaft für Nachbarn und Bedürftige.

Ein Senior rührt ganz England mit seiner Durchhalteparole

Not macht erfinderisch und ermöglicht Gemeinschaft wo man es gar nicht erwarten würde: in der sonst ganz auf Konkurrenz gebauten Wirtschaft. Hier war Erstaunliches zu beobachten: Drogerieketten arbeiten zusammen, Post liefert Lebensmittel aus dem Supermarkt, Burgerbrater füllen Regale beim Discounter, Händler helfen sich gegenseitig, Lufthansa-Flugbegleiter arbeiten als Pfleger im Krankenhaus, Apotheken und Destillerien kooperieren.

Hirschhausen sagt: "Nächstenliebe bedeutet zurzeit Abstand halten"

Traditionell starke Gemeinschaften wie Religionsgemeinschaften und Kirchen waren zuletzt wochenlang lahmgelegt. Wie ist das mit "Wir-Gefühl" angesichts von Abstand beim Gottesdienst und ohne Gesang? Kommt da überhaupt noch Stimmung auf bei den Pfingstgottesdiensten, die ja eigentlich vom "Geist" bewegt sein sollen?

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken Pastoralreferentin Stephanie Rieth, Mainz-Kastel
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