"Black lives matter!" Menschen mit schwarzer Hautfarbe haben der Welt vor Augen geführt, wie massiv sie alltäglich benachteiligt, beschimpft, bedroht werden – bloß, weil sie anders sind. Immer wieder werden Menschen diskriminiert, weil sie nicht der Norm entsprechen.

Warum macht die Vielheit den Menschen so viel Angst? Wie können wir lernen, mit vielfältigen Lebensformen umzugehen? Am Sonntagmorgen entdecken wir in hr1: Anders sein ist normal.

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+++ Wichtiger Hinweis zur Sendung +++

10 Jahre "Mit Popsongs auf Sinnsuche" – Erstmals mit Hörer*innen im Gespräch
Seit 2010 gehen die "hr1 Sonntagsgedanken" jeden Sommer "mit Popsongs auf Sinnsuche". Die Songinterpretationen aus christlicher Sicht trafen von Anfang an bei der hr1-Hörerschaft auf große Resonanz. Dieses Jahr findet die Sommerreihe an den acht Sonntagen vom 28. Juni bis 16. August statt. Erstmals stehen die Autorinnen und Autoren unter der Telefonnummer (069) 155 32 32 nach der Sendung für persönliche Gespräche über Musik- und Glaubensfragen zur Verfügung. Heute steht die katholische Autorin Stephanie Rieth in der Zeit von 8:00 bis 9:30 Uhr zum Gespräch bereit. In ihren Sonntagsgedanken geht es um Gloria Gaynor und ihren Hit "I will survive".

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Was tun gegen Rassismus?

Die hr-Journalistin Hadija Haruna-Oelker kann ein Lied davon singen, was es bedeutet, in Deutschland als Mensch mit schwarzer Haut aufzuwachsen. Wir fragen nach: Wie verletzend sind manchmal auch gut gemeinte Bemerkungen im Alltag? Was kann man tun gegen Rassismus und Diskriminierung?

Ähnliche Erfahrungen wie schwarze Deutsche machen Juden in Deutschland. Antisemitische Übergriffe haben massiv zugenommen. Wer sich äußerlich als Jude zu erkennen gibt, zum Beispiel durch das Tragen einer Kippah, wird schnell angegriffen, angepöbelt, bespuckt. Trauen sich Juden überhaupt noch, ihre vermeintlich andere Glaubenszugehörigkeit öffentlich zu zeigen?

Anders Urlaub machen, anders den Ruhestand planen

Der evangelische Pfarrer Christoph Wildfang aus dem Taunus dagegen sucht die Begegnung mit dem ganz anderen. Mit einer anderen Kultur, mit einer anderen Religion. Mit 61 Jahren geht er demnächst nach Indien um dort als Pfarrer zu arbeiten, als Christ in einer mehrheitlich hinduistischen Kultur. Was fasziniert ihn daran? Was lockt ihn zu dieser Begegnung mit dem ganz anderen?

Selbst Familienmitglieder können "befremden"

Aber man muss ja gar nicht weit reisen, um dem Anderen zu begegnen. Der Andere sitzt ja manchmal schon morgens mit am Frühstückstisch. Wer Menschen begegnet, merkt schnell, dass jeder Mensch anders ist. "Jeder Jeck ist anders", sagt eine Kölner Spruchweisheit.

Sogar die Mitglieder der eigenen Familie können uns manchmal ganz schön "befremden". Da ist eine wichtige Lernaufgabe, einzusehen, dass wir den Anderen nicht ändern können. Wie wir mit dem Anders-Sein des Anderen gut umgehen können, erklärt in hr1 am Sonntagmorgen die Buchautorin Nele Kreyßig.

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Infos zum Buch

"Warum es Bullshit ist, den anderen ändern zu wollen", von Nele Kreyßig
Flexibler Einband, 200 Seiten
Verlag: GABAL
ISBN: 978-3869369709
Preis: 17 Euro

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Beiträge in der Sendung
SendezeitBeitrag
Sonntagsgedanken Mit Popsongs auf Sinnsuche (1): Pastoralreferentin Stephanie Rieth, Mainz Kastel
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