Am Sonntag wird die Zeit umgestellt. Dabei kommen wir alle ein wenig aus dem Takt. Das mögen wir nicht so gern. Denn wir leben in Rhythmen, in Biorhythmen, haben unsere "eingefleischten" Tag- und Nachtzyklen und unsere Aktivitätstakte, auch unsere jahreszeitlichen Biorhythmen. Im Herbst sind wir anders aktiv als im Frühjahr. Leben ist Rhythmus: der Atem, der Herzschlag, die Schritte beim Gehen.

Wenn das alles "intakt" ist, also im Takt, in der Ordnung, dann sind wir gesund. Und nicht nur das: Rhythmus kann auch glücklich machen und sogar heilen. Davon ist der Rhythmuspädagoge, Musiker und Komponist Reinhard Flatischler überzeugt. In Seminaren machen seine Klienten Rhythmuserfahrungen, finden ihren eigenen Rhythmus und erleben, wieviel Kraft darin steckt.

Das ist für die Frankfurter Percussionistin Anne Breick auch eine häufige Erfahrung bei ihren Konzerten. Seit mehr als 20 Jahren Jahren leitet sie die Müll-Percussion-Formation "Ten on Tons". Wenn die mit ihren Schlagwerken auf den Blechtonnen loslegen, dann ist das wirklich ein Rhythmus, "wo jeder mit muss".

Der weibliche Zyklus als Taktgeber

Inzwischen entdeckt man, wie tief der weibliche Zyklus als elementarer biologischer Rhythmus eingreift in die Leistungsfähigkeit von Frauen. Die periodisch wiederkehrenden hormonellen Veränderungen führen dazu, dass bei Sportlerinnen die Trainierbarkeit sowie die sportliche Leistung schwanken kann.

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Wie gerecht oder ungerecht sind unter diesen Umständen eigentlich Frauenwettbewerbe im Hochleistungssport? Oder man denke an wichtige Prüfungen: wenn die Abiturientin ihre Tage hat, kann sie dann per se keine Höchstleistung bringen?

Sonnenaufgangsritual zu früher Stunde

Auch Corona hat vielen von uns einen neuen Lebensrhythmus beschert. Nicht mehr früh zum Bahnhof und dann mit der Bahn zur Arbeit. Sondern etwas länger schlafen, entspannt frühstücken und dann ins Homeoffice im Nachbarzimmer.

Für den Frankfurter Medienpfarrer Martin Vorländer bedeutet Corona allerdings früher auf den Beinen zu sein: Seit Beginn der Krise ist er mit Hund Ginger und seiner Handy-Kamera zum Sonnenaufgang draußen in den Feldern, um seinen Facebook- und Instagram-Followern etwas Tröstliches mit in den Tag zu geben: ein Gedicht, ein Lied, das er dann mit sonorer, angenehmer Stimme vorträgt. Inzwischen findet sein Sonnenaufgangsritual immer mehr Freunde in den Sozialen Medien.

Beim Wandern kommt auch die Seele in einen Rhythmus

Schritt für Schritt gehen wir durchs Leben. Und wenn wir wandern kommen wir spürbar in einen Rhythmus. Christine Türmer ist eine sehr erfahrene Wandersfrau, sie geht auch lange Strecken und berichtet uns, wie der ganze Körper, der Geist und die Seele in einen wohltuenden Fluss kommen, der etwas mit dem ungestörten Rhythmus zu tun hat, den das wandern mit seinem "Schritt-für-Schritt" auslöst.

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Sonntagsgedanken Pfarrerin Dr. Annegreth Schilling, Frankfurt
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