Einmal eine Krone tragen - oder zumindest einen "in der Krone" haben: das geht zu Karneval. Wir sehen gekrönte Häupter, Prinzen und Garden, schunkelnd und tanzend. Und nicht nur Kinder verkleiden sich gerne als König oder Prinzessin.

Aber warum faszinieren uns gekrönte Häupter eigentlich so sehr? Warum verfolgen wir gebannt die Serien-Episoden von "Game of Thrones", schauen neugierig hinter die Kulissen der "Royals"? Oder gehen sogar in Museen, um Kronjuwelen zu bestaunen?

Könige verkörpern unsere tiefsten Wünsche

Der König, die Königin sind tiefenpsychologische Urbilder in uns. Sie stehen für Macht und Würde, für Ansehen und Freiheit. Also unsere tiefsten Wünsche! Deshalb kommen Königin und König auch in so vielen Märchen vor.

Sie müssen die Königswürde gegen Selbstzweifel und Widerstände erringen oder bewahren und die Unscheinbare darf dann am Ende in den Palast zur Hochzeit schreiten. Diese Geschichten spiegeln innerpsychische Vorgänge wider, die jeder Mensch bei der Selbstwerdung nachvollziehen kann.

Salbung als göttliche Würde des Neugeborenen

In der Realität kann natürlich nicht jeder König werden - außer an Karneval. Doch die damit verbundene Würde kann jeder in sich entdecken und wecken. Das Yoga hilft dabei, wenn es um das Kronen-Chakra geht, das dort sitzt, wo die Königin die Krone trägt. Und in jeder Taufe wird der Täufling mit Öl gesalbt wie ein König, um so die göttliche Würde des Neugeborenen deutlich zu machen.

Die Lebensweisheit spricht ebenfalls davon: "Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!" Doch wofür steht die Krone noch? Und sollten wir uns im Alltag öfters "krönen"? Wie könnte das aussehen? Auch darüber sprechen wir bei hr1.

Buchtipp: "Die ermutigende Botschaft des Dalai Lama"

Manche Menschen, die auf dem Thron sitzen, sind dennoch ganz verbunden mit dem normalen Leben. Das gilt für den Dalai Lama, der am 22. Februar sein 80. Thronjubiläum begehen konnte.

Wir telefonieren mit Michael von Brück, evangelischer Theologe und Religionswissenschaftler - und einem seiner langjährigen Freunde. Von Brück hat einige Tage mit dem Dalai Lama über "Gott und die Welt" gesprochen. Daraus entstand das gemeinsame Buch "Wagnis und Verzicht: Die ermutigende Botschaft des Dalai Lama", erschienen im Kösel-Verlag.

Beiträge in der Sendung
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Sonntagsgedanken Pastoralreferentin Stephanie Rieth, Mainz-Kastel
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