Gute Gewohnheiten sind wichtig für unser Leben. Sie entlasten uns von der täglichen Entscheidung, wie wir unser Leben gestalten. Und sie sind ein riesiges psychisches "Energiesparprogramm". Kurzum: Gewohnheiten und Routinen machen einen großen Teil unseres Lebens aus.

Gute Gewohnheiten sind wichtig für unser Leben, sagt die Therapeutin Konstanze Quirmbach. Das, was uns bedeutsam ist und uns gut tut, kann sich durch Gewohnheiten am besten in den Alltag „einfleischen“. Gewohnheiten entlasten uns von der täglichen Entscheidung, wie wir unser Leben gestalten. Sie sind ein riesiges psychisches "Energiesparprogramm". Im Umgang mit der Pandemie haben wir neue Gewohnheiten entwickelt. Mehr Sport und der regelmäßige Spaziergang hinterm Haus. Und natürlich: Maske einstecken, Hände waschen, Abstand halten. Unsere neuen Corona- Gewohnheiten. Gewohnheiten und Routinen machen einen großen Teil unseres Lebens aus.

Auf "Autopilot"

Im Grunde fahren wir den größten Teil des Tages auf "Autopilot". Die Frage ist nur, sind es gute Gewohnheiten? Wenn mir wichtig ist, den Tag bewusst zu beginnen, kann ich mir ein Morgenritual helfen, den Tag gut zu begrüßen und mit Kraft und Entschiedenheit zu leben. Wenn mir wichtig ist, auch im stressigen Arbeitsalltag "bei mir zu bleiben", könnte ich die kleine Mittagspause an der frischen Luft in der Sonne zur Gewohnheit machen. Wenn mir die Familie inklusive Opa Oma wichtig ist, dann können regelmäßige Unternehmungen zur schönen Gewohnheit werden und ein Stück Selbstverständlichkeit für dieses Anliegen schaffen.

Die Macht der Gewohnheit

Allerdings gibt es nicht nur gute Gewohnheiten. Bei Frust greife ich zur Schokolade oder zum Alkohol, bei Ärger ziehe ich mich zurück und schmolle. Lassen sich problematische Gewohnheiten verändern? Und worauf gilt es dabei Wert zu legen. Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass eine Zeit dauert, bis neue "Pfade" und später neue "Autobahnen" im Gehirn entstehen, die dann neue Gewohnheiten fest absichern. Wer sich das Rauchen abgewöhnt hat, kennt diese langwierigen Umgestaltungsprozesse. Denn "der Mensch ist ein Gewohnheitstier" und es gibt die "Macht der Gewohnheit". Das weiß der Volksmund schon lange.

Tagesrückblick

Zu den guten Gewohnheiten von Maria Boxberg gehört es, abends mit einem Tagesrückblick in den Schlaf zu gehen. Ein liebevoller Blick auf das Gelungene und das nicht so Gelungene ist eine gute Therapie für die Seele, ein Stück Seelenhygiene, das ihr wie das Zähneputzen zur guten Gewohnheit geworden ist. Diese Übung des Tagesrückblicks stammt aus dem Jesuitenorden. Wie überhaupt Religionen das Leben ja mit einem Netz von Gewohnheiten überziehen, die - wie das morgendliche Läuten der Glocken - den Alltag prägen sollen.

Die Weisheit der "guten Gewohnheiten" findet sich aber auch schon im Kindergarten. Denn dort geht es ja um die Prägung von kleinen Menschen. Und im rücksichtsvollen Aufeinander warten, im Respekt des Umgangs am Tisch, in Ritualen der Sammlung bilden sich gute Gewohnheiten. Die Kinder lieben ohnehin feste Rituale und Gewohnheiten. Sie sind schon immer kleine Traditionalisten.

Humane Routine

Wann immer mir etwas wichtig ist: ich muss es dann auch in die Tat umsetzen. Wer zum Beispiel Nächstenliebe leben will, wird sich ein Ehrenamt suchen, wo dieser Wunsch dann zur guten Gewohnheit wird, zu einer im besten Sinne humanen "Routine". Schon die Pfadfinder wussten, dass "jeden Tag eine gute Tat" ein Lebensprogramm sein kann;  und eine gute Gewohnheit, die mindestens so sinnvoll ist wie das "An apple a day keeps the doctor away", mit dem der tägliche Apfel als Gesundheitsprophylaxe empfohlen wird.

Haben Sie Herbst-Rituale?

Noch kann man es kaum glauben, bei spätsommerlich warmen Temperaturen: Aber am Dienstag ist kalendarischer Herbstanfang. Wir fragen: haben Sie liebgewordene Herbst-Rituale und gute Gewohnheiten, die Sie allein oder mit der Familie pflegen, wenn der Herbst kommt? Kastaniensammeln, Federweißer besorgen und Zwiebelkuchen backen, Herbst-Blätter sammeln und pressen, Drachensteigen lassen… Worauf freuen Sie sich besonders, wenn der Herbst dann kommt?

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Sonntagsgedanken Pastoralreferentin Stephanie Rieth, Mainz-Kastel
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